Boreisen. Kieseleisen.
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dem Ausschmieden durch Aetzung mit Säure damascirtwurde. 100 Th. graues Gufseisen, gemengt mit einemOxyd, welches durch Glühung von 100 Th. Drehspähnenvon demselben Gufseisen gebildet war und geschmolzen,gaben ebenfalls einen ähnlichen Stahl. In Europa hatman seit langer Zeit den Damascenerstahl nachgemachtund geglaubt, dafs seine Figuren aus zusammengeschweifs-tem Eisen und Stahl beständen. Man schweifst Stangenvon Stahl und geschmeidigem Eisen, welche spiralförmigzusammengedreht werden, zusammen, woraus man Säbel-klingen , Messer u. a. m. bildet. Wenn man mit einerSäure die Oberfläche dieses Stahls bestreicht, so wird dasreine Eisen blank, aber auf dem Stahl bleibt ein Ueber-zug von Kohle zurück, wodurch die Arbeit eine wellen-förmig schwarzgestreifte Oberfläche bekommt, weil durchdiese Operation reines Eisen und Stahl in wellenförmigenStreifen neben einander zu liegen kommen. Je mehrStücke man zusammengelegt hat, und je länger sie ausge-streckt wurden, um so dichter und feiner werden dieWellen, und umgekehrt.
Der Engländer Mushet hat die verschiedenen Men-gen Kohlenstoff, die das Eisen unter diesen verschiede-nen Abstufungen seiner Verbindung mit dem Kohlenstoffenthält, zu bestimmen gesucht, und nach seinen Versu-chen findet sich in geschmeidigem Gufsstahl Kohlen-stoff, in gewöhnlichem Gufsstahl in härterem Stahl
J~, in brüchigem Stahl in weifsem Roheisen infleckigem Roheisen 5 r 5 , und in schwarzem Roheisen T r r .
Bereisen. K i e s el e is en.
Mit Bor scheint sich das Eisen nicht verbinden zukönnen, wenigstens nicht in bedeutender Menge. C. Des-cotils und L. Gmelin geben an, dafs Eisen, mit Bor-säure und Kohlenpulver zusammengescbmolzen, sich mitBor verbunden, eine weifsere Farbe erhalten und seineGeschmeidigkeit beibehalten habe; aber Arfvedson hatkeine solche Verbindung erhalten können, als er in einerEsse borsaures Eisen mit Kohlenpulver behandelte. Als