mindert. Sie rühren gewöhnlich von Schwefel oder Phos-phor her, und man hat in späteren Zeiten mit glückli-chem Erfolge versucht, durch Mengung verschiedenerErze schon im Hohofen die Unart solcher schlechten Erze,die überdiefs oft zu den reicheren gehören, zu verbessern,und von ihnen ein einigermafsen fehlerfreies Eisen zu er-halten *).
Um ein völlig reines Eisen aus Stabeisen darzustel-len, mufs man Eisenfeile mit i ihres Gewichts schwarzemEisenoxydul mischen, das Gemenge in einen hessischenTiegel legen und sie mit einem Pulver von grünem Glasebedecken, oder am besten mit einem Glase, welches manaus metallfreien Materialien selbst bereitet hat, woraufder Tiegel verkittet und in eine Esse gesetzt wird, woman mit Coaks (abgeschwefelten Steinkohlen) schmilzt undeine Stunde lang bläst. Man glaubte lange, dafs reinesEisen sich nicht schmelzen lasse, aber aufser den Versu-chen, die M’Kenzie und Tie mann angeführt haben,habe ich gut geflossene Könige gesehen, die i bis i Pfundwogen, welche Herr Broling in seinem Laboratorio ge-schmolzen hat.
Das Eisen hat in diesem Zustande eine beinahe sil-berweifse Farbe, ist äufserst zähe und weicher als das ge-wöhnliche Stabeisen. Im Bruch ist es schuppig, musch-lig, und bisweilen wie krystallisirt. Es ist weicher alsStabeisen, und würde also zu verschiedenen Zweckenweniger als dieses passen. Das eigenthümliche Gewichtdes bei dem Hm. Broling geschmolzenen Stabeisens war7,S439. Dasselbe Eisen, zu einer sehr dünnen Lamelleausgewalzt, hatte nur ein eigenthümliches Gewicht von7,6, und zum viereckigen Drathe von T ’ w Zoll Stärke aus-gezogen, 7,75. Es scheint, als rührten diese Anomalienaus einer Repulsion zwischen der Oberfläche des Eisensund dem Wasser her, weil das eigenthümliche Gewichtabgenommen hat, je nachdem die Oberfläche gröfser ge-
¥ ) Siehe af Uhrs Versuche in den Samlingar i Bergsveten-skapen,herausg. vonE. T. Swedenstjerna u. C. Lidbeck. 11. Heft.