fer bekommt; theils als ein zerstofsenes blaues Glas vonverschiedener Tiefe der Farbe und Feinheit des Pulvers,welches man Schmälte nennt. Je feiner es gepulvertist, je reicher an Kobalt mufs es sein, um seine blaueFarbe zu behalten. Es wird nach Nummern sortirt, undmafi pflegt dem feinsten den Namen Eschel zu geben.Man bedient sich der Schmälte, um der Stärke eine blaueFarbe zu geben und um auf Papier die gelbe Nuance weg-zunehmen; das Papier bekommt aber dadurch die Eigen-schaft, die Federn schnell abzunutzen. Yon der Schmälterührt der Arsenikgeruch her, welcher sich von glimmen-dem Papier oft verbreitet.
16. Eisen. (Ferrum.)
Das Eisen ist das merkwürdigste Metall; es ist vonAlters her bekannt, und seine vielfältige Anwendung istbeinahe eine Conditio sine qua non für die menschlicheCultur gewesen, mit welcher sie gleichen Schritts vorge-rückt ist. Das Eisen ist in der ganzen Natur verbreitet,in Fossilien, in Thieren und in Gewächsen, und es giebtsehr wenige Sieinarten, die nicht mehr oder weniger da-von enthalten.
Das Eisen wird selten im gediegenen Zustande ge-funden, und das meiste gediegene Eisen, welches vor-kommt, ist dasjenige, welches sich in den aus der Luftgefallenen sogenannten Meteorsteinen befindet. Man fin-det es am gewöhnlichsten oxydirt oder geschwefelt. Die-jenigen Mineralien, welche das Eisen in solcher Mengeund in einer solchen Form enthalten, dafs es daraus mitYortheil ausgeschmolzen und gereinigt werden kann, wer-den Eisenerze genannt; diese sind von vielen, verschiede-nen Gattungen, und das aus ihnen erhaltene Eisen variirtsehr an Güte, je nachdem diese Erze mehr oder wenigerfrei sind von anderen Metallen, von Schwefel und vonPhosphor. Die besten Eisenerze kommen im Urgebirgevor, wo sie gewöhnlich sehr mächtige Lager bilden. Vonder Art sind im Allgemeinen die Eisenerze, welche in