Wismuth] egirungen. 265
es auf dem nassen Wege, wenn ein Wismuthsalz vonArsenikwasserstoffgas zersetzt wird; aber diese Verbin-dung wird durch Destillation zerlegt. Mit Wollramgiebt es eine spröde, halbmetallische, poröse Masse vonbräunlicher Farbe. Mit Antimon und Tellur läfst essich in allen Verhältnissen zusammenschmelzen. Eine Ver-bindung von Tellur und Wismuth, die auch ein wenigSelen enthält, kommt im Mineralreich als eine grofse Sel-tenheit vor. Man hat sie in Ungarn und in Norwegengefunden. Das Wismuth verbindet sich mit Gold, Pla-tin, Palladium und Rhodium. Die Verbindungensind spröde. Ich habe sie bei diesen Metallen schon an-geführt. Mit Silber giebt das Wismuth eine spröde Le-girung, die man zur Reinigung des Silbers auf der Ka-pelle, statt des Blei’s, vorgeschlagen hat. Chaudet hatgefunden, dafs das Wismuth diesen Zweck besser als dasBlei erfüllt, weil es in geringerer Menge angewandt wer-den kann, und sein geschmolzenes Oxyd leichtflüssiger istund leichter in die Kapelle eindringt, und weil die Ope-ration geschwinder geht. Die Quantität des zum Abtrei-ben nöthigen Wismuths verhält sich zu der von Blei um-gekehrt wie ihre beiden Sättigungscapacitäten, d. i. wie7,7:11,2. Wenn also die Menge des Blei’s bekannt ist,so kann diejenige des Wismuths daraus berechnet wer-den; aber das Wismuth hat, aufser dem höheren Preis,das Unvorteilhafte, bei dem Treiben in starker Hitze in’sKochen zu geraten und zu spritzen. Die Probe treibtöfters nicht mit kugelicher Oberfläche und klebt nicht sel-ten an die Kapelle, deren Farbe jetzt weit dunkler aus-fällt. Beim Ausscheiden des Silbers aus dem in der Ku-pfergrube zu Fahlun vorkommenden Bleiglanze geschahes zuweilen, dals das Silber gegen das Ende der Opera-tion erstarrte und in eine unebene, halb blumenkohlähn-liche Masse auswuchs, die mit einer neuen Quantität Bleiabgetrieben werden mufste, und wobei sich fand, dafsauch Silber mit in die Kapelle einging. Ich erhielt eineProbe des so erstarrten Silbers und fand, dafs es Wismuth-silber war. Mit Quecksilber giebt das Wismuth ein