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Uran.
kannt. Versucht man ein Uranoxydsalz durch irgend eineandere Basis zu fällen, so verbindet sich das Oxyd mitdem Fällungsmittel, und was man für ein Uranoxydhy-drat hält, ist in der That eine salzartige Verbindung,worin das Oxyd die Rolle einer Säure spielt. Das Hy-drat rein zu bekommen, gelingt nur dann, wenn mandas Hydrat des Oxyduls in einem sauerstoffleeren Raumewäscht und dann in der Luft sich oxydiren läfst. NachChevröuls Versuchen reagirt das Uranoxyd auf Lackmuswie eine Säure, färbt aber die Hematine (den Farbestoffdes Campechenholzes) blau, wie es die Alkalien tliun.Das Hydrat zerlegt sich in der Hitze, es wird Wasserund Sauerstoffgas entbunden, und es bleibt Oxydul zu-rück. Schlägt man das Uranoxyd durch kaustisches Am-moniak nieder, so ist der Niederschlag uransaures Am-moniak und giebt, wenn es erhitzt wird, ammoniakhalti-ges Wasser und Sauerstoffgas. — Wird das Uranoxydmit einem feuerfesten Alkali niedergeschlagen, oder ent-hält die Auflösung zugleich eine Erde oder ein Metall-oxyd, so schlagen sich diese, auch wenn sie sonst nichtdadurch fällbar sind, mit dem Uranoxyd zugleich nieder.Die Verbindungen des Uranoxyds mit Kali, Natron, denalkalischen Erden, mit Blei-, Zink- , Kobalt- und Nickel-oxyd bleiben in der Glühhitze unverändert. Die uran-saure Talkerde läfst sich rothglühen, ohne zersetzt zuwerden. Bei dem Weilsglühen giebt das Uranoxyd aberseinen Sauerstoff ab und wird in Oxydul verwandelt, wel-ches auch mit den meisten uransauren Metalloxyden derFall ist. Arfvedson hat gezeigt, dafs wenn die Ver-bindungen des Uranoxyds mit Baryterde, Eisenoxyd, Blei-oxyd oder Kupferoxyd, in einem Strom von Wasserstoff-gas geglühet werden, sich Wasser bildet, und dafs diein dem Wasserstoffgas abgeküblte Masse die Eigenschafthat, in Berührung mit der Luft sogleich Feuer zu fangenund einen lebhaften Pyrophor darzustellen. Nach Arf-vedsons Analyse des so behandelten uransauren Bleies,scheint dieses in Uranblei verwandelt zu werden, wasauch gewifs mit den leichter reducirbaren uransauren
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