Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
247
Einzelbild herunterladen
 

247

Scliwefclkupfer.

25,43 Tli. Schwefel auf. Ich habe schon angeführt, dafsdiese Verbindung theils rein, als sogenanntes Kupferglas-erz, und theils in Verbindung mit Schwefeleisen in derNatur vorkommt. Man nennt letztere Verbindung Kupfer-kies, und sie enthält beide Schwefelmetalle in mehrerenbestimmten Verhältnissen. Die dunkelgelben (bunt Kupfer-erz) enthalten das meiste Kupfer. Schwefelkupfer kommtauch, mit Schwefelantimon, Schwefelsilber und Schwefel-wismuth chemisch verbunden, in der Natur vor, wobeider Schwefel mehrentheils zwischen dem Kupfer und demanderen Metall gleich vertheilt ist.

Eine mit dem Kupferoxyd proportionale Verbindungvon Schwefel mit Kupfer erhält man, wenn Kupferoxyd-salze mit Schwefelwasserstoffgas niedergeschlagen werden.Der Niederschlag sieht zuerst bräunlich aus, wird abernachher schwarz. Nach dem Trocknen bekömmt er eingrünliches Ansehn und röthet ein befeuchtetes Lackmus-papier, worauf er gelegt wird; er hat jedoch keinen sau-ren Geschmack. Diese Eigenschaft, beim Trocknen sauerzu werden, ist also hier nicht so ausgezeichnet wie beimSchwefelplatin. Erhitzt giebt er ein wenig Feuchtigkeit,schweflichte Säure, Schwefel und Schwefelkupfer im Mi-nimum. Von kaustischem Alkali wird es nicht aufgelöst,auch nicht von Schwefelkalium auf dem nassen Wege,selbst nicht vom wasserstoffgeschwefeltem Schwefelammo-nium. Das Kupfer nimmt darin doppelt so viel Schwefelals im vorhergehenden auf.

Wenn das 2te bis 7te Schwefelkalium (Hepar) miteinem Kupfersalze gemischt wird, so entsteht ein leber-brauner Niederschlag, welcher mit kochendheifsem Was-ser gewaschen werden kann, ohne verändert zu werden,und welcher im Trocknen schwarz wird. In noch nas-sem Zustande ist diese Verbindung mit einer gelbbrau-nen Farbe in kohlensauren Alkalien auflöslich. Die Zu-sammensetzung hängt vom Schwefelgehalt im angewand-ten Schwefelkalium ab, und das Kupfer kann darin mit4 bis 10 Mal so viel Schwefel als im Schwefelkupferim Minimum verbunden sein, ohne dafs dieses auf die