Silberlegirungcn. 211
hat eine schöne, rothe Farbe und ist nicht selten durch-sichtig. Das Silber und das Antimon sind darin mit einergleichen Quantität Schwefel verbunden. Man glaubtelange, dafs die Verbindung Antimonoxyd enthalte, abervon Bonsdorff hat gezeigt, dafs sie keine Spur vonSauerstoff enthält.
P h o s p b o r s i 1 b e r.
Silber verbindet sich sehr leicht auch mit Phosphor.Die Verbindung ist weifs, krystallinisch, körnig im Bruch,spröde, und läfst sich mit dem Messer schneiden. DasSilber verbindet sich im Schmelzen mit mehr Phosphor,als es nach dem Erkalten zurückhalten kann; es scheidetsich dann ein Theil des Phosphors ab und verbrennt, wenndie Masse erstarrt. Diese Verbindung soll aus 80 Th.Silber und 20 Th. Phosphor bestehen.
Das Silber verbindet sich im Zusammenschmelzen sehrleicht mit einer geringen Quantität sowohl von Kohlen-stoff als Kiesel, welche bei der Auflösung des Metallswieder abgeschieden werden. Man hat angegeben, dafses in der elektrischen Säule auch mit Wasserstoff ver-bunden werden kann, aber dieses erfordert Bestätigung.
Silber legi rungen.
Die Legirungen des Silbers mit den Metallen derAlkalien und der Erden sind noch unbekannt. Silber ver-bindet sich leicht mit Selen. Silber wird von Selen-dämpfen und von Selenwasserstoffsäure geschwärzt. DieVerbindung läfst sich sehr leicht sowohl auf nassem Wege,durch Fällung eines Silbersalzes mit Selenwasserstoffsäure,als auf trocknem We,ge, durch Zusammenschmelzung vonSilber mit Selen, bewerkstelligen. Das auf nassem Wegedargestellte Selensilber schmilzt leicht zu einer silbervvei-fsen Kugel, welche sich etwas ausplatten lä[st, und welchesich weder durch Röstung noch durch Schmelzung mitBorax, Alkali oder Eisen ganz von Selen befreien läfst,welches letztere sich darin zu einer körnigen, dunkel gelb-grauen Verbindung auflöst. Wird gefälltes Selensilber
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