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Platin,
III. Abtheilung.
Metalle, welche vorzugsweise Salzhasen bilden,electropositive Metalle.
1. Platin.
Dieses Metall wird als Sand im Pintoflufs in Peru,im südlichen Amerika, gediegen angetroffen. Man findetes auch in den Bergwerken von Santa Fe bei Carthagena.Man hat es nachdem in den Goldgruben Brasiliens und aufSan Domingo gefunden, und mit dem Golde am UralschenGebirge in Sibirien. In Europa soll man es in sehr ge-ringer Menge, in den Silbergruben in Guadalcanal in Spa-nien, angetroffen haben *). Man findet das Platin im Pin-tofluls nur in platten Körnern, von welchen die gröfserennur ein Paar Gran wiegen; bei Santa Fe hingegen kommtes in rundlichen, zuweilen erbsengrofsen Körnern vor.v. Humboldt hat aus dem südlichen Amerika ein Pla-tinstück mitgebracht, das etwas gröfser als ein Taubeneiist und 1088,6 Gran wiegt.
Man erhält das Platin zugleich mit dem Goldsande,und man scheidet das Gold durch Amalgamirung mitQuecksilber davon aus. Man kannte es lange in Amerika,und versuchte es zu Metallarbeiten anzuwenden, ehe es inEuropa bekannt wurde. Man hielt es für eine Art vonSilber, und nannte es deswegen Platina, welches dasDiminutiv von Plata, Silber, ist. Es wurde 1741 vomEngländer Wood nach Europa gebracht, und wurde
*) Abbe Hauy hat mir eins kleine Portion dieses vermeintlichplatinhaltigen Erzes zur Untersuchung mitgetheilt, aber ich habenicht die geringste Spur von Platin darin auffinden können; wel-ches indefs von der verschiedenen Veriheilung des Metalls darinherrühren kann. Ich mufs jedoch anführen, dafs es von dersel-ben Mineralstufe war, die zu der Untersuchung selbst angewandtwordeu war, durch die man bis zu 10 i Procent vom Gewicht desErzes Platin dariu gefunden hatte.