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Goldoxycle.
decken. Das Goldhäutchen machte hier ein 12 Millionen-theil eines Zolls aus. Mit diesem äufsersten Grade vonDehnbarkeit, verbindet das Gold viele Cohaesionskraft,und nach von Sickingens Versuchen trug ein 2 F’ulslanger Golddrath, von einem Durchmesser von _*y Linien,beinahe 16-§- Pfund, ehe er zerrifs. Das Gold schmilztschwerer als Silber und Kupfer, und fordert ungefähr-|- 705 Thermometergrade, um in Flufs zu kommen. Esleuchtet dann mit einer meergrünen Farbe, die beim Er-kalten wieder gelb wird. Es ist wenig flüchtig, undkann in unseren gewöhnlichen Oefen sehr lange in Flufsgehalten werden, ohne an Gewicht zu verlieren; aberwenn es im Focus eines starken Brennglases geschmolzenwird, so verdunstet es, und wenn man eine silberneScheibe einige Zoll darüber hält, wird sie von den Däm-pfen vergoldet. Läfst man eine gröfsere Masse Gold sichlanosam abkühlen, so schiefst das zuerst erstarrte in kur-zen 4seitigen Pyramiden an. Das Gold zieht sich beimErkalten mehr als irgend ein anderes Metall zusammen,und würde also nicht zu gegossenen Arbeiten angewandtwerden können. Das specilische Gewicht des Goldes liegt,je nachdem es zusammengedrückt worden ist, zwischen19,4 und 19,fi5. Die Farbe des Goldes wird blasser,wenn es mit Borax geschmolzen wird; aber durch Schmel-zen mit Salpeter oder Kochsalz erhält es wieder seinegelbe Farbe.
Goldoxyde.
Das Gold hat von allen Metallen die schwächste Ver-wandtschaft zum Sauerstoff. Für sich wird es bei keinerTemperatur in der Luft oxydirt, obgleich es in Verbin-dung mit anderen oxydirten Körpern oxydirt, und in die-sem Zustande sogar verglast werden kann. Man hat an-gegeben, Gold werde durch eine sehr hohe Temperaturzuin purpurfarbigen Oxyd verbrannt, z. B. durch elektri-sche Schläge, oder indem es dem brennenden Strahl vonSauerstoffgas oder WasserstolTgas ausgesetzt würde; diesesist jedoch gröfslenlheils blol's eine optische Täuschung,
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