Jod-Schwefelantimon.
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2 Th. Schwefelmetall; aber es enthält zugleich die unauf-lösliche Verbindung des Antimonoxyds mit Kali, und ausdiesem Grunde giebt es leichter, als Vitrum antimonii,an Säuren Antimonoxyd ab.
Schwefelantimon und Jod verbinden sich sehr leicht,nach Henry d. j. und Garot; sie werden wohl getrock-net zu gleichen Theilen mit einander vermischt und ineinem kleinen Glaskolben bei einer sehr gelinden Hitzeauf der Sandkapelle sublimirt. Es bildet sich dabei einrothes Gas, welches sich in dem oberen Theile des Kol-bens zu glänzenden, durchsichtigen, mohnrothen Schup-pen condensirt. Diese Schuppen schmelzen und sublimi-ren sich wieder bei gelinder Hitze; werden sie aberschnell und stark erhitzt, so zersetzen sie sich auf Kostender Luft, es sublimirt Jod, und Schwefel, so wie Anti-mon, oxydiren sich. Auch in Chlorgas werden sie zersetzt.Die unmittelbare Einwirkung des Sonnenlichtes verändertsie nicht. Sie haben einen stechenden, unangenehmenGeschmack und widerlichen Geruch. Von Wasser werdensie zersetzt, es löst sich Jodwasserstoffsäure auf, und esscheidet sich ein Gemenge von Antimonoxyd mit Schwefelab. Alkohol und Aether ziehen aus dieser Verbindung Jodaus und scheiden ein gelbes Pulver ab. SchweflichtsauresGas und Schwefelwasserstoffgas wirken nicht darauf. Wäfs-rige Säuren und Alkalien zersetzen sie zuerst vermöge desWassers, worauf die Wirkung auf die abgeschiedenen Mate-rien auf gewöhnliche Weise folgt. Aus den von Henry undGarot angestellten analytischen Versuchen scheint zu fol-gen, dafs sie aus Schwefelantimon mit derjenigen Menge Jodbesteht, welche das Antimon ohne Schwefel aufgenommenhaben würde, in Folge dessen 100 Th. davon 23,2 Anti-mon, 8,9 Schwefel und 67,9 Jod enthalten. Man könntesie Jod-Schwefelantimon nennen.
2) Das zweite Schwefelantimon wird erhalten,wenn antimonichtsaures Kali in Chlorwasserstoffsäure auf-gelöst, die Flüssigkeit mit vielem Wasser verdünnt undein Strom Schweieiwasserstoffgas durchgeleitet wird. DerNiederschlag ist feuerroth und so ähnlich dem, welcher