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2,1 (1826)
Entstehung
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Antimon.

bindet, und dafs folglich hier kein Crocus und kein An-timonoxydkali gebildet wird. Man kann indefs mit Rechtfragen, ob nicht die Gegenwart einer gewissen Mengedieser den Kermes wirksamer machen könne.

Die Bereitung des Kermes mineralis, d. i. des Schwe-felantimons, auf dem nassen Wege, wurde schon von Le-mery beschrieben; die französische Regierung kaufte sienachher als ein Arcanum im Jahr 1720 von einem Wund-ärzte, La Ligerie.

Antimon hat eine schwächere Verwandtschaft zumSchwefel, als die meisten Metalle; man hat sich daherschon lange des Schwefelantimons zur Reinigung des Gol-des bedient, wobei die fremden Metalle geschwefelt wer-den und das Antimon mit dem Golde zusammenschmilzt.Die Alchimisten nannten das Schwefelantimon in dieserHinsicht Lupus metallorum. In den Officinen wird Schwe-felantimon zum feinen Pulver gerieben und als Heilmit-tel benutzt. Es hat den Namen siutimonium praepa-ratum.

Schwefelantimon wird beim Glühen zersetzt, derSchwefel wird oxydirt, und das Metall zu unreiner anti-monichter Säure verwandelt. Um diese Röstung zu ma-chen , erhitzt man sehr fein gepulvertes Schwefelantimonauf einer Scherbe von unglasirtem Töpfergut, unter fort-dauerndem Umrühren mit einem thönernen Pfeifenstiele,bei einer so gelinden Hitze, dafs die Masse nicht schmilzt.Sollte sie schmelzen, so mufs sie abgekühlt und aufs Neuepulverisirt werden. Die Temperatur kann gegen das Endeder Operation, ohne Gefahr vor Schmelzung, vermehrtwerden; und wenn sich kein Geruch von schweflichterSäure mehr zeigt, ist die Röstung vollendet. Man erhältdann eine graue Masse, die aus antimonichter Säure undaus zufälligen Ueberresten von noch nicht völlig oxydir-tem Antimonoxyd und unzersetztem Schwefelmetall besteht.T/Vird Schwefelantimon, noch ehe es völlig ausgeröstet ist,in einen Tiegel gelegt und bis zum Glühen erhitzt, soerhält man eine geschmolzene Masse von glasigem Bruch,von einer mehr oder weniger dunkelbraunen Farbe, die