Kermes mineralis.
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Wird Schwefelantimon mit kohlensaurem Kali ge-kocht, so erhält man eine gelbliche Auflösung, die in derSiedhitze fihrirt, beim Erkalten Kermes niederschlägt undeinen sehr unbedeutenden Theil davon zurückhält. Daskohlensaure Salz wird während dieser Operation nichtzersetzt; es entwickelt sich kein gasförmiger Bestandteil,und in der kalt gewordenen Flüssigkeit befindet sich we-der oxydirtes Antimon, noch Schwefelkalium. Sie ist alsonur als eine Auflösung anzusehen. Diese Methode, Ker-mes zu bereiten, war vormals in der schwedischen Pbar-macopoe vorgeschrieben, aber man bedient sich ihrernicht mehr, weil man mit derselben Quantität Materia-lien eine weit geringere Menge des Products erhält, alsdurch Schmelzen.
Nach einer Vorschrift von Cluzel, soll diese Ope-ration jedoch einträglicher werden, wenn man zu 1 Theilgeschlämmtem Schwefelantimon 22 i Theile krystallisirtes,kohlensaures Natron und 250 Theile Wasser nimmt, unddie Mischung l oder höchstens A Stunden kocht, wonachsie durch einen erwärmten Trichter in ein vorher erwärm-tes Gefäfs filtrirt wird. Man wäscht darauf den Nieder-schlag mit gekochtem Wasser, und er mufs, nach seinerVorschrift, bei einer Temperatur, die nicht -J-25 0 über-steigt, getrocknet werden.
Noch eine andere Bereitungsart des Kermes, worauszugleich hervorgeht, dafs dieses Präparat keinen Sauer-stoff enthalten könne, ist von Fabroni d. j. angegebenworden, und besteht darin, dafs man in einem hessischenTiegel ein zusammengeriebenes Gemenge von 3 bis 4 Thei-len rohem Weinstein und 1 Th. Schwefelantimon so langeerhitzt, bis kein Rauch von zersetzter Weinsäure mehrerscheint. Die erkaltete Masse wird gepulvert und, wiezuvor erwähnt wurde, in kochendem Wasser aufgelöst.Man soll dabei mehr Kermes erhalten und mit wenigerUnkosten als auf die vorhergehenden Arten. Diese Ope-ration unterscheidet sich von den vorhergehenden dadurch,dafs hier die Kohle Kalium reducirt, welches sich aufKosLen eines Theiles Schwefelantimons mit Schwefel ver-