S ch wefelantim cm.
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ligen, krystallinischen Bruch. Zum feinen Pulver gerie-ben, wird dieses rothbraun, wenn das Schwefelantimonrein ist; von dem im Handel vorkommenden ist es meh-rentheils schwarz. Es ist leicht schmelzbar, geräth beisehr hoher Temperatur in’s Kochen und destillirt in ver-schlossenen Gefäfsen unverändert über. In concentrirterChlorwasserstoffsäure wird es mit Entwickelung von Schwe-felwasserstoffgas aufgelöst, welches ohne Rückstand vonKali aufgenommen wird. Seine Zusammensetzung ist alsoder des Oxyds proportional, daher mufs es 27,23 ProcentSchwefel enthalten.
Schwefelantimon kann auch auf dem nassen Wegebereitet werden, wenn man eine Auflösung von Brech-weinstein mit Schwefelwasserstoffgas oder mit einem was-serstoffgeschwefeltem Schwefelsalze niederschlägt, wovondas im Salze befindliche Oxyd in Schwefelmetall verwandeltwird, und es bildet dann eine feuerrothe, flockige Masse.Schwefelantimon ist in kaustischem Alkali sowohl, als inwasserstoffgeschwefelten Salzen auflöslich, aber in weitgröfserer Menge, wenn das Auflösungsmittel kochendheifs,als wenn es kalt ist; daher setzt die beim Kochpunkt ge-sättigte Auflösung beim Erkalten einen grofsen Theil desaufgelösten Schwefelantimons als einen dunkelbraunen
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Niederschlag wieder ab, welcher in der Pharmacie denNamen Kermes mineralis' erhalten hat, und den manmit Unrecht als eine Verbindung von Schwefelwasserstoffmit Antimonoxyd angesehen hat*). Die beste Art, diese
*) Das auf die letztgenannte Weise bereitete Schwefelantimon hateine dunklere, in's Brauue ziehende Farbe, weswegen man es im-mer für verschieden hält von dem feuerrolhen Niederschlag, denSchwefelwasserstoff in einer Auflösung des Antimonoxyds bewirkt.Büchner hat gezeigt, dafs wenigstens irocktier und einige Zeitaufbewahrter Kermes mineralis, mit Cremor tartari behandelt,Brechweinstein giebt, und daher als eine Verbindung von Schwe-felantinion mit Antimonoxyd angesehen werden müsse, worin aberder Oxydgehalt geringer sein soll, wie in dem unten zu beschrei-benden Crocus ttn/innmii. Dieser Gehalt au Antimonoxyd muh luedoch wohl entweder von zugleich mit dem Keimes gebildetenAntimonoxyd - Kaü, oder von einer, während des längeren Aul-bewahrens , eingetretenen Oxydation des Metalls henuhren. So
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