W olfram.
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5. Wolfram. (W'olframium. Tungstemim._)
Dieses Metall kommt in verschiedenen Mineralienvor, vorzüglich aber im Tungstein (Schwerstein), wel-cher aus Kalkerde und Wolframsäure besteht, und imWolfram, welches ein Doppelsalz von wolframsauremEisenoxydul und Manganoxydul ist. Scheele untersuchtedas erstere dieser Mineralien, und fand, dafs es eineeigene Säure enthielt, die er Tungsteinsäure nannte;Bergman vermutliete, dafs sie eine metallische Säure sei,und die Brüder d’Elhujart reducirten sie zu einem Me-tall, welches zuerst den Namen Tungstein erhielt, abernach dem Mineral, worin es von d’Elhujart gefundenwurde, nachher Wolfram genannt wurde. Einige Che-miker haben es zu Scheele’s Andenken Scheeliumgenannt. Dieser Name ist der schwedischen Sprache we-niger angeeignet, und die Unsterblichkeit unseres Lands-manns bedarf nicht dieser Stütze. Ich habe es also ambesten gefunden, den Namen Wolfram beizubehalten.
Die Reduction des Wolframmetalls aus seinen Oxy-den, hat dieselben Schwierigkeiten, wie die Reduction vonMolybdän und Chrom. Es giebt den Sauerstoff leicht ab,aber es fordert eine äufserst heftige Hitze, um in geflos-senen Metallkörnern erhalten werden zu können. Vordem Löthrohr erhält man es auf dieselbe Weise, wie Mo-lybdän, als ein stahlgraues Metallpulver. Die Wolfram-säure kann bei einer hinlänglich erhöhten Temperatur re-ducirt werden, wenn ein durch Chlorcalcium getrockne-ter Strom von Wasserstoffgas so lange darüber geleitetwird, als sich noch Wasser bildet. Die Temperaturbraucht hierzu nicht höher zu sein, als sie von Glasgefä-fsen ausgehalten wird. Das Metall wird dann in Gestalteines dunkelgrauen, schweren Pulvers erhalten, welcheseisengrauen, metallischen Strich annimmt. Wendet manzur Reduction saures wolframsaures Kali statt reinerWolframsäure an, so wird die überschüssige Säure sehrleicht vom Wasserstoffgas reducirt, und zieht man danndas neutrale Salz mit Wasser aus, so bleibt das Metall
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