82 Molybdän
besteht aus 49,72 Th. Metall und 50,28 Th. Schwefel,d. h. es enthält auf 100 Th. Molybdän 102,12 Th. Schwe-fel. c) Das 3te Schwefelmolybdän wird erhalten, wenneine Verbindung von Schwefelkalium mit dem vorherge-henden genau mit Schwefelmolybdän gesättigt oder bessermit einem Ueberschusse desselben, lange mit Wasser ge-kocht wird, wobei sich die Auflösung trübt und ein schwar-zes Pulver absetzt, welches auf das Filtrum genommen undso lange mit kaltem Wasser gewaschen' wird, bis dasdurchgehende, mit Chlorwasserstoffsäure vermischt, nichtmehr einen schwarzbraunen, sondern einen rothen Nie-derschlag giebt. Dann wird die Masse im Filtrum mitkochendem Wasser übergossen, welches tief roth gefärbtdurchläuft, und wenn es nichts mehr auflöst, wird dasDurchgegangene mit im Ueberschusse zugesetzter Chlor-wasserstoffsäure gefällt. Es entsteht dann ein dunkelro-ther, durchscheinender, voluminöser Niederschlag, der auf’sFiltrum genommen und gewaschen wird. Dieses Schwe-felmolybdän schrumpft beim Trocknen sehr ein, wird grauund metallglänzend, und giebt ein zimmtbraunes Pulver.Es bildet sich so, dafs beim Kochen in der Flüssigkeitein schwerauflösliches Salz von einer höheren Schwefelungs-stufe und graues Schwefelmolybdän entsteht, welche zu-sammen ausgefällt werden. Kaltes Wasser löst von demgefällten Salze wenig oder nichts auf, aber kochendeslöst es leicht auf, und die Säure scheidet daraus Schwefel-molybdän ab. Es besteht aus 42,58 Th. Molybdän und57,42 Th. Schwefel, und enthält auf 100 Th. Molybdän151,68 Th. Schwefel. In diesen drei Schwefelungsstufenverhalten sich die Mengen des Schwefels wie 2, 3 und 4.Das 2te und 3te Schwefelmolybdän geben mit electropo-sitiven Schwefelmetallen eigene Salze.
Die Verbindungen des Molybdäns mit den Salzbildernwerden bei den Haloidsalzen dieses Metalles abgehandelt.
Von Molybdän hat man noch keine technische An-wendung gemacht. C. G. Gmelin hat gefunden, dafses auf den lebenden thierischen Organismus giftige Wir-kungen äufsert, jedoch nur in geringerem Grade.