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2,1 (1826)
Entstehung
Seite
76
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76 Molybdän.

nach schweflichter Säure riecht. Die Temperatur darfnicht höher als bis zum anfangenden Glühen gehen. Manerhält dann eine unreine Molybdänsäure in Gestalt einesschmutzig-gelben Pulvers. Sie wird durch Auflösung inkaustischem Ammoniak, Filtriren und Abdampfung derAuflösung gereinigt, wobei sich noch fremde Materienabsetzen. Die Auflösung wird von Neuem filtrirt undzur Krystallisation abgedampft. Wenn man sie zum Er-kalten hinstellt, wird noch etwas kaustisches Ammoniakzugesetzt, weil sich ein Theil davon während des Abdam-pfens verflüchtigt hat. Das krystallisirte Salz wird danngelinde in einem offenen Tiegel mit der Vorsicht erhitzt,dafs die Masse nicht schmilzt, und hierdurch wird dasAmmoniak ausgetrieben und die Säure bleibt rein zurück.Die beste Art, die Säure rein zu erhalten, ist indessen,Molybdänoxyd mit Salpetersäure zu oxydiren, wobei manden Ueberschufs von Salpetersäure abraucht und den Rück-stand gelinde glüht. In diesem Zustande ist die Molyb-dänsäure eine weifse, leichte, poröse Masse, welche inWasser zerfällt und sich in kleine, feine, seidenglänzende,im Sonnenlichte schimmernde Krystallschuppen zertheilt.Wird sie zum Rothglühen erhitzt, so schmilzt sie zu einerdunkelgelben Flüssigkeit; nach dem Erkalten ist sie blalsstrohgelb und krystallinisch, so dafs sie sich beim Zer-brechen in Krystallschuppen theilt. Ihr spec. Gewicht ist3,49. Eine geringe Einmengung von Alkali vermehrt dieLeichtflüssigkeit der Säure. In bedeckten Gefäfsen erhitzt,verträgt sie starkes Glühen, ohne zu verfliegen. In offenenGefäfsen dagegen raucht sie und sublimirt sich schon beider Temperatur, wobei sie schmilzt, und ihre Oberflächebekleidet sich mit Krystallschuppen von sublimirter Säure.Am besten erhält man die Säure sublimirt, wenn sie ineinem Platintiegel erhitzt ist, welcher mit einem einwärtsgebogenen Deckel bedeckt ist, in welchem man beständigWasSer erhält. Durch den, durch die Abkühlung auf demDeckel in dem Tiegel unterhaltenen Luftstrom, bildensich eine Menge Krystallschuppen, welche sich an denWänden des Tiegels ansammeln. Die sublimirte Mo-