Dagegen wird es von kohlensaurem Ammoniak aufgelöst,wenn es damit aus seiner Auflösung in einer Säure ge-fällt und das kohlensaure Ammoniak im Ueberschufs zu-gesetzt wird. Aus dieser Auflösung wird es wieder durchKochen gefällt. Das Molybdänoxydul besteht aus 85,69 Th.Metall und 14,31 Th. Sauerstoff, oder 100 Th. Metallnehmen 16,707 Th. Sauerstoff auf.
2) Molybdänoxyd. Bucholz erhielt dasselbe, alser molybdänsaures Ammoniak in einen hessischen Tiegeleinstampfte, welchen er, wohl bedeckt, einer durch dasGebläse unterhaltenen, starken Hitze aussetzte. Das Oxydbildet sich dann durch Reduction der Säure, auf Kostendes Wasserstoffs im Ammoniak, es backt durch die Hitzezusammen und bildet krystallinische, metallglänzende, dun-kel kupferfarbene Schuppen von 5,666 spec. Gewicht.Dieses Oxyd enthält indessen eine Einmengung von Mo-lybdänsäure, welches daher kommt, dafs ein Theil desSalzes sein Ammoniak ohne Zersetzung verliert. — Amleichtesten und in gröbster Menge erhält man das Oxyd,wenn trockenes molybdänsaures Natron, welches, unbe-schadet der Operation, einen Ueberschufs von Natron ent-halten kann, sehr wohl mit fein geriebenem Salmiak ver-mischt und in einem bedeckten Platintiegel schnell erhitztwird, bis sich kein Salmiakrauch mehr entwickelt. Mannimmt dann den Tiegel vom Feuer, übergiefst die erkal-tete Masse mit Wasser, welches Kochsalz auflöst und einbraunes, fast schwarzes Pulver zurückläfst, welches hier-auf mit einer schwachen Lauge von kaustischem Kali,zur Abscheidung der möglicherweise anhängenden Molyb«-dänsäure, gekocht, abfiltrirt und ausgewaschen wird. Esstellt nun ein feines, schwarzes Pulver dar, welches nachdem Trocknen dunkelbraun und im Sonnenlichte purpur-farben und glänzend erscheint. — Das auf diese Weiseerhaltene Oxyd ist in Säuren unauflöslich. ConcentrirteSchwefelsäure und saures weinsaures Kali lösen gewöhn-lich in der Digestion eine geringe Spur davon auf; nach-dem diese aber aufgenommen ist, wird nichts mehr vondem übrigen aufgelöst, so lange man sie auch zusammen