ehern er den griechischen Namen des Graphits, Molyb-daena, gab. Dieses Fossil besteht aus Molybdän undSchwefel. Die Reduction der Molybdänsäure zum Metallgehört indessen Scheele nicht zu, sondern einem ande-ren schwedischen Chemiker, Hjelm, der mehrere Ver-suche darüber angestellt hat. Aufser diesem Fossil hatman auch Molybdän im molybdänsauren Blei gefunden.Nach Hjelm ist das Molybdän von Bucholz untersuchtworden, dessen Arbeit darüber uns mit der Entdeckungdes braunen und des blauen Molybdänoxydes bereicherteund aufserdem zerstreute Beobachtungen enthielt, welchezeigten, daß noch Vieles näher kennen zu lernen übrigblieb, welches ich in dem Folgenden, durch die Resul-tate einiger eigenen Versuche, auf eine befriedigende Artaus einander setzen zu können hoffe.
Molybdän hat zum Sauerstoff geringe Verwandtschaftund ist leicht zu reduciren. Seine Oxyde, in einen mitKohle ausgefütterten Tiegel gepackt, werden bei starkerGlühhitze vollkommen und durch die ganze Masse zu Mo-lybdänmetall reducirt; aber dieses ist äufserst strengflüs-sig. Wird geschmolzenes saures molybdänsaures Kali ineinen mit Kohle ausgeffitterten Tiegel gegossen, und der-selbe dann vor dem Gebläse erhitzt, so erhält man einenporösen Regulus, welcher da, wo er die Kohle berührte,so wie auch auf der inneren Seite aller Blasenräume,matt weifs und metallisch ist, weifs gekochtem Silberähnlich. Inwendig ist er grau. Sowohl Hjelm alsBucholz glückte es, Molybdän in halbgeflossenem Zu-stande zu erhalten, und letzterer erhielt sogar abgerun-dete, kugelförmige Reguli von j Loth Gewicht. In die-sem Zustande ist Molybdän silberweifs, mattem Silberähnlich; es kann aber polirt werden. Bucholz fand seinspec. Gewicht von S,G15 bis 8,636. Das geschmolzeneMolybdän ist im Bruche dicht, läfst sich durch den Ham-mer etwas platt schlagen, ehe es berstet, und erhält sichin der Luft unverändert.
Zu chemischem Behuf, wobei der Zusammenhangund geschmolzene Zustand des Metalles unwesentlich sind,