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Molybdän.
gedampft, wieder aufgelöst, durcligeseiliet, mit einemUeberschufs von Salpetersäure versetzt und mit ein wenigwasserstoffgeschwefeltem Schwefelammonium vermischt,womit sie in einer verstopften Flasche digerirt wird. DieChromsäure wird davon zu Oxydul reducirt. Das freige-machte Schwefelwasserstoffgas wird darauf durch Kochenverjagt, und die Flüssigkeit im Kochen mit kaustischemKali gefällt, wobei grünes Chromoxydul abgeschiedenwird. Vor dem Löthrohr läfst sich Chrom leicht entdek-ken, selbst wenn es nur in geringer Menge vorhanden ist;man schmilzt die Probe mit Borax, oder besser mit phos-phorsaurem Ammoniak-Natron, wobei die Glasperle eineschön smaragdgrüne *) Farbe erhält, welche sich sowohlim Reductions- als im Oxydationsfeuer beibehält, wodurches sich von Kupfer unterscheidet, welches nur im Oxyda-tionsfeuer, und von Uran, welches nur im Reductions-feuer Grün bildet.
In der Medicin hat man das Chrom noch nicht be-nutzt. Nach C. G. Gmelin äufsert es, besonders alsChromsäure, auf Thiere giftige Wirkungen. Man bedientsich des Chromoxyduls in mehreren Fabriken als grüneFarbe zur Emaillen- und Porzellanmalerei. Es kann je-den Wärmegrad vertragen, ohne verdorben zu werden,welches oft mit den Oxyden des Kupfers geschieht. Einegrüne Emaille von Chromoxydul, auf Blättern von Silberoder Kupfer gelegt, giebt einen goldähnlichen Ueberzug.Die Verbindung der Chromsäure mit Bleioxyd ist eineschöne und unveränderliche gelbe Malerfarbe, die fabrik-mäfsig bereitet und besonders zum Malen von Wagen an-gewandt wird.
4. Molybdän. (Molybdaenum.)
Dieses Metall wurde im Jahre 1778 von Scheele ineinem graphitähnlichen Fossil entdeckt, welches man biszu seiner Zeit mit Graphit verwechselt hatte, und wel-
*) Das Chromoxydul ist der färbende Stoff im Smaragde.
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