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Chrom.
sinkt die Temperatur zu der des umgebenden Tiegels'wieder herunter. Dabei gewinnt es weder, noch verliertes an Gewicht (ein Verlust trifft bisweilen ein, wenn esnicht recht ausgewaschen gewesen ist), und die Erschei-nung geschieht in offenen und geschlossenen Gefäßen aufgleiche Art. Nach der Abkühlung hat es seine Farbeverändert; es hat jetzt eine schöne grüne Farbe und wirdnicht mehr von Säuren aufgelöst. Um wiederum aufge-löst werden zu können, mufs das geglühete Oxydul ent-weder mit concentrirter Schwefelsäure digerirt, oder mitkaustischem oder salpetersaurem Alkali geschmolzen wer-den. Es verhält sich in diesem Falle der Zirkonerde undder Titansäure ähnlich. In diesem Zustande ist das Chrom-oxydul bisher am meisten bekannt gewesen, weil man esdurch Glühen des chromsauren Quecksilbers, welches diegewöhnlichste Bereitungsmethode gewesen ist, in diesemZustande erhält. Das Chromoxydul enthält 29,S9 ProcentSauerstoff, und das Chröm nimmt darin auf 100 Th.42,635 Th. Sauerstoff auf.
b) Das Chromoxyd ist dunkelroth oder braun.Man erhäit es durch gelindes Erhitzen von trockenem sal-petersauren Chromoxydul, und auch wenn eine Auflö-sung von Chromsäure mit schweflichter Säure vermischtwird, welche die Säure in rothes Oxyd verwandelt undschwefelsaures Chromoxyd bildet. Wird viel schweflichteSäure zugesetzt, so entsteht schwefelsaures Chromoxydul,und die Flüssigkeit wird grün. Durch Digestion derschwefelsauren Chromsäure mit dem Oxydulhydrat be-kommt man eine braune Flüssigkeit, worin es ebenfallsenthalten ist. Die braune Flüssigkeit wird mit Aetzalkaliniedergeschlagen, und der braune Niederschlag wohl ge-waschen. Er ist das Hydrat des Oxyds. In Säuren auf-gelöst, giebt es eigene Salze, die sich durch ihre schmutzig-rothe Farbe von den Oxydulsalzen unterscheiden, und dievon desoxydirenden Stoffen in Oxydulsalze verwandeltwerden. Sie sind übrigens wenig bekannt. Das Chrom-oxyd wird im Glühen zum Oxydul reducirt.
c) Chromsäure wird gebildet, wenn das Chrom-