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2,1 (1826)
Entstehung
Seite
45
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Fluorarsenik. 45

Es enthält folglich weniger Chlor, als dem Sauerstoffge-halte in der arsenichten Säure proportional ist.

b) Wird 1 Theil Arsenik mit 6 Th. Quecksilber-chlorid (Quecksilbersublimat) vermischt und destillirt, sogeht eine dicke, rauchende, farblose Flüssigkeit über,welche sehr flüchtig ist und nicht bei29° gestehet. Inihrer Zusammensetzung ist sie der arsenichten Säure pro-portional. Wasser zersetzt sie in arsenichte Säure undChlorwasserstoffsäure. Mit Hülfe von Wärme löst sie so-wohl Schwefel als Phosphor auf, welche sich jedoch beimAbkülilen wieder ausscheiden. Sie absorbirt bis zu 10 malihr Volum Clilorkohlenoxydgas, welches jedoch durchZusatz von Wasser wieder entbunden wird. Sie verbin-det sich mit Terpenthinöl, Baumöl und Calophonium.Es ist nicht bekannt, ob es ein der Arseniksäure propor-tionales Chlorarsenik gebe.

Jodarsenik wird erhalten, wenn beide Körper inPulverform mit einander vermischt und gelinde erhitztwerden. Enthält die Verbindung einen Ueberschufs an Jod,so löst sie sich mit purpurrother Farbe in Wasser auf.

Fluorarsenik.

Es wird erhalten, wenn ein Gemenge von Flufsspatb,arsenichter Säure und Schwefelsäure destillirt wird, wobeieine farblose, rauchende Flüssigkeit übergeht, welche sichmit Wasser in Arsenik-Fluorwasserstoffsäure und arsenichteSäure zersetzt. Von Glas wird sie vollkommen zersetzt,es entweicht Fluorkieselgas, und arsenichte Säure bleibtzurück. Ihr specifisches Gewicht ist, nach Unverdor-ben, welcher diese Verbindung zuerst untersuchte, 2,73.

Arsenikmctalle.

Mit den Metallen verbindet sich das Arsenik leicht.Die geschmeidigen werden davon spröde, und die schwer-schmelzenden leichtflüssiger.

Selenarsenik erhält man, wenn metallisches Ar-senik in schmelzendem Selen aufgelöst wird. Die Ver-bindung schmilzt leicht, ist schwarz von Farbe und we-