Druckschrift 
2,1 (1826)
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

Arsenikwassers toff.

37

Arsenik Wasserstoff.

Das Arsenik verbindet sich mit Wasserstoff in zweiVerhältnissen : 1) Arsenikwasserstoff in fester Form,wird erhalten, wenn man bei der Zersetzung des Wassersdurch die Elektricität sich des Arsenikmetalls als negati-ven Leiters bedient. Der Wasserstoff, welcher sich vomWasser entwickeln sollte, verbindet sich dann mit demArsenik und scheidet sich vom Metall in kastanienbraunenFlocken ab. Diese Verbindung kann gesammelt und ge-trocknet werden, ohne sich zu verändern. In Stickstoff-gas kann sie bis zum braunen Glühen erhitzt werden,ohne eine Zersetzung zu erleiden. In Sauerstoffgas ent-zündet sie sich beim Erhitzen, brennt und giebt Wasser undarsenichte Säure. 2) Arsenikwasserstoffgas wurdevon Scheele entdeckt. Man erhält diese Gasart, wennZinn oder Zink mit feingepulvertem Arsenikmetall ver-mischt und in concentrirter Chlorwasserstoffsäure aufgelöstwird. Thenard schreibt vor, 3 Theile Zinn mit 1 Tbeilmetallischen Arseniks zusammen zu schmelzen, diese Le-girung darauf mit mehr gepulvertem Arsenik zu mischen,das Gemenge mit concentrirter Chlorwasserstoffsäure zuübergiefsen und es in einem passenden Apparat zu erwär-men. Nach Serrullas erhält man dieses Gas am leichte-sten, wenn man 2 Theile Schwefelantimon mit 2 Theilensauren weinsauren Kali und 1 Theil arsenichter Säuremischt, und in einem bedeckten Tiegel 2 Stunden roth-glüben läfst. Man erhält dann einen metallischen Regu-lus, der die Eigenschaft hat, mit Wasser übergossen, Ar-senikwasserstoffgas zu entbinden; man mufs ihn dahernicht mit nassen Händen berühren und ihn in trockenenGläsern aufbewahren. Um das Arsenikwasserstoffgas durchdiese Verbindung vollkommen rein zu erhalten, brauchtman nur etwas davon unter eine mit ausgekochtem Was-ser angefüllte, umgestürzte, gläserne Glocke zu bringen,wo sich dann das Gas nach und nach bildet, und in derGlocke ansammelt. Man hat angegeben, dafs das Arsenikin dieser Gasart mit verschiedenen Antheilen Wasserstoff