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2,1 (1826)
Entstehung
Seite
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Arsenik.

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des l?ten Jahrhunderts hat man schon Vorschriften fürdiese Operation. Das Arsenikmetall wird sehr leicht er-halten, wenn weifses Arsenik mit Kohlenpulver oder mitOel vermischt und in einer gläsernen Retorte bis zumGlühen erhitzt wird. Das reducirte Metall sublimirt sichim oberen kälteren Theil des Gefäfses und bildet einestahlgraue, metallglänzende Rinde. Man erhält es, nachScbeeles Vorschrift, am besten, wenn man 1 Theil wei-fses Arsenik mit 3 Theilen schwarzen Flufs mischt, unddas Gemenge in einen Hessischen Tiegel legt, auf wel-chen man einen anderen Tiegel umstürzt und ankittet.Die Tiegel werden darauf in ein darnach ausgeschnittenesStück Eisenblech so eingesetzt, dafs der obere Tiegeldurch dasselbe gegen die Einwirkung der Hitze geschütztund kalt gehalten werden kann. Man erhitzt darauf denunteren Tiegel bis zum starken Glühen, wobei das Arse-nikmetall reducirt und im oberen kälteren Tiegel subli-mirt wird, wo es eine kryslallinische Metallkruste bildet,die durch einen Hammerschlag auf den Tiegel losgemachtwerden kann und als ein Stück herausfällt. Man kann auchdas Arsenik leicht erhalten, wenn das in der Natur vor-kommende Arsenik, welches man in den Officinen oft un-ter dem Namen Scherbenkobalt erhält, in einer Retortesublimirt wird, wobei sich der gröfste Theil desselben,welcher gediegenes Arsenik ist, sublimirt, und am Bodender Retorte Arsenikkobalt, Arsenikeisen und Arseniknickel,zurückbleibt. Die Retorte wird zerschlagen und das Subli-mat herausgenommen.

Das Arsenik hat eine stahlgraue Farbe und vielenGlanz. Sein eigenthümliches Gewicht ist im reinen Zu-stande 5,70. Es wird bei 180° verflüchtigt, ohne zuschmelzen. Die Dämpfe des Arseniks haben einen star-ken, knoblauch- oder phosphorähnlichen Geruch, der leichtzu erkennen ist. Das Arsenik schiefst bei ihrer Conden-sation in unregelmäfsigen und schwer zu bestimmendenKrystallen an. Man behauptet, dafs es unter starkemDruck soll geschmolzen ^werden können, und dafs es, ein-mal flüssig, in Formen ausgegossen werden könnte. Es