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und destillirt es bei angehender Glühhitze in einer
peratur auf die Art zerlegt wird, dafs der Wasserstoffdes Ammoniaks auf Kosten des Sauerstoffs der Selensäureoxydirt, und sich Selen unter Entwickelung von Stickstoff-gas reducirt, wobei letzteres einen Antbeil Selen, in einerTemperatur, worin dieses nicht flüchtig ist, mit sich führt.Die in der Retorte zurückgebliebene Masse wdrd mitWasser übergossen, welches die Salze auflöst und dasSelen unaufgelöst zurückläfst, welches jetzt auf dem Fil-trum gesammelt wird; man wäscht es gut aus, trocknetes
kleinen gläsernen Retorte.
Die iiberdestillirte ammoniakalische Flüssigkeit ent-hält gewöhnlich ein wenig Selen; dasselbe kann auchmit der Auflösung der in der Retorte zurückgebliebenenSalze der Fall sein. Man verdampft das Ammoniak,mischt die Flüssigkeiten mit einander, erhitzt sie bis zumKochen und setzt nur in kleinen Portionen wäfsrige schwel-lichte Säure zu, welche das Selen reducirt und es inschwarzen Flocken niederschlägt.
Es ist wahrscheinlich, dafs man aus den selenhalti-gen Bleiglanzen, die bei Fahlun und Atwidaberg Vorkom-men, Selen im Grofsen würde bereiten können, wenndiese in einem ähnlichen Ofen, wie der in Fahlun zurBereitung des Schwefels eingerichtete, geröstet würden;dieses müfste aber bei einem so grofsen Zutritt von Luftgeschehen, dafs der Schwefel entweder gänzlich, oderzum gröbsten Theil verbrannt würde.
Selen ist, seinen chemischen Eigenschaften zufolge,einer der interessantesten Körper, und es ist also für dieChemiker von dem gröbsten Interesse, sich ihn verschaf-fen zu können.
Selen für sich in metallischer Form hat folgendeEigenschaften :
Wenn Selen nach vorhergegangener Destillation er-kaltet, so nimmt es eine spiegelnde Oberfläche von dun«-keler, in’s Rothbraune fallender Farbe, mit völligem Me-tallglanz, polirtem Blutstein nicht unähnlich, an. Im Bruchist es muschlich, glasartig, von bleigrauer Farbe und