Wasserbad — Woulf’scher Apparat. 1075
diene ich mich eines Trocken-Wasserbades von folgenderEinrichtung: Fig. 31. ABCD ist ein metallenes Gefäß,in dessen in der Mitte durchbohrten Deckel AB eineRöhre F von demselben Metall eingelöthet ist. Der Deckelist abschraubbar und hält, vermittelst eines dazwischengelegten Rings von Leder, luftdicht. EC ist ein metalle-nes Rohr, welches in C am Boden des Gefäfses einmündet.GGGr sind drei Füße, worauf dasselbe steht. Sowohlin E als in F werden passende, gebogene Glasröhren ein-gekittet. In das Gefäß wird, in einem kleinen Tiegel odersonst einem ähnlichen Gefäße, die zu trocknende Substanzeingesetzt, alsdann der Deckel aufgeschraubt, und derganze Apparat in kochendes Wasser gestellt, so daß erdavon bedeckt ist. Vermittelst eines Blasebalgs wird nundurch E ein Strom von Luft, die zuvor durch eine mitgeschmolzenem und gröblich gepulvertem Chlorcalcium ge-füllte Röhre gegangen ist, ein-, und durch F wieder ab-geleitet. Wenn sich jenseits F kein Wasser mehr in derGlasröhre condensirt, wird das Gefäß mit dem kochendenWasser weggenommen, und die Substanz unter noch an-haltendem Luftzuströmen erkalten gelassen.
Weg, nasser und trocknen. — Wenn man eine che-mische Untersuchung durch Auflösung in einer Flüssigkeitveranstaltet, sagt man, daß sie auf nassem Wege, viahumida, geschehe. Geschieht dagegen die Untersuchungdurch Glühen oder Schmelzen im Feuer, so nennt mandieß den trocknen Weg, via sicca.
Windofen, — siehe Oefen.
Woulf’scher Apparat, — so genannt nach sei-nem Erfinder Woulf. Er besteht aus mehreren tubulir-len Flaschen, und dient zum Hindurchleiten oder Auf-saugen von Gasen durch Flüssigkeiten. Die Flaschen wer-den so neben einander gestellt und mit einander verbun-den, daß das Gas, welches vom Wasser der ersten Fla-sche nicht absorbirt wird, in die zweite geht, und wasin dieser unabsorbirt bleibt, in die dritte geht, u. s. w.Taf. VII. Fig. 33. zeigt eine Abbildung dieses Apparats.Jede der Flaschen ist mit 3 Oeffnungen versehen, durch
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