Wasserbad.
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Fig. 32. Taf. VII. zeigt ein ganz einfaches Wasser-bad. Es besteht aus einem kupfernen Kessel, dessen obe-rer Rand umgebogen und rund ausgedreht und geschliffenist. Diesem runden Ausschnitt ab entspricht ein flachesGef als von Zinn cd, welches so genau in ab palst, dafswenn Wasser im Kessel gekocht wird, die Dämpfe nichtdurch die Fuge entweichen können, e ist ein Hahn, sodurchbohrt, dafs er, in eine gewisse Richtung gestellt, dieDämpfe hinausläfst, in anderen aber verschliefst. DiesesWasserbad ist theils zu unmittelbaren Abdampfungen aufdem zinnernen Gefäfse brauchbar, theils kann man daraufFiltra trocknen, kleine Schaalen mit Flüssigkeiten zumAbdampfen stellen, u. s. w. Diese bequeme Einrichtungist von Luhme, und pafst genau auf seinen oben be-schriebenen Ofen.
Bei Abdampfungen auf der Sandcapelle hat mannicht selten nöthig, gegen das Ende zu die Hitze bis zuder eines Wasserbades zu vermindern. Man bewerkstel-ligt diefs leicht auf die Weise, dafs man sich von ver-zinntem Kupfer Gefälse machen läfst, die in der Formmit Platintiegeln Aehniichkeit haben, aber 1| bis einigePfunde Wasser fassen. In dieselben füllt man Wasserund stellt sie auf die Sandcapelle. Gröfsere Schaalenwerden nun unmittelbar auf dieselben gestellt, so dafsder Boden der ersteren dem Kupfergefälse als Deckeldient. Für kleinere Schaalen läfst man sich kupferneDeckel mit runden Ausschnitten in der Mitte machen, inwelche die Schaalen eingesetzt werden. Mit 2 bis 3 sol-cher kupferner Gefäfse reicht man schon aus. Ihr Ge-brauch gewährt grolse Bequemlichkeit, und so lange sieso tief stehen, dals das YVasser in ihnen in beständigemKochen bleibt, geht die Abdampfung auf ihnen schnellerals auf dem Sande vor sich. Sie eignen sich auch sehrgut zum Trocknen von Niederschlägen, die man in einedarauf gestellte Schaale legt. Die zu trocknende Substanzerlangt hierbei jedoch niemals -j- 100°, wegen der Abküh-lung durch die umgebende Luft. Da, wo eine vollkom-mene Entfernung aller Feuchtigkeit nothwendig ist, be-