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Waage. Wägen.
gleicher Zeit die Waage ans den Pfannen, und die Auf-hängescheiben von den Endachsen aulhebt, und sie beiDrehung des Rades in entgegengesetzter Richtung genauwieder auf dieselbe Stelle niederlegt, so dals jede ge-schehene Aenderung in ihrer relativen Lage durch He-bung und behutsame INiederlegung des Waagbalkens be-richtigt wird.
Zu chemischem Behuf wird bei einer Waage ganzbesonders Empfindlichkeit erfordert. Zuweilen bekommtman eine alte Waage billig zu kaufen, die zwar die-ser Forderung entspricht, aber nicht ganz richtig ist.Eine solche ist dessen ungeachtet zu chemischen Analysenbrauchbar, wenn man die zu wägende Substanz stets aufdieselbe Seite legt; denn wenn sie auch alsdann nichtvollkommen den aufgelegten Gewichten entspricht, sobleibt sich doch der Fehler stets proportional, und istdann für das Resultat der Analyse ganz ohne Einfiuls.Wäre z. B. der eine Arm um 55 länger als der andere,so halten 999 Gewichtstheile auf diesem Arm 1000 Ge-wichtstbeilen auf dem anderen das Gleichgewicht, unddiels bleibt sich gleich, es mögen diese Gewichtstheilesehr klein oder grofs sein. Ich pflege, wiewohl dieWaage, deren ich mich bediene, vollkommen richtig ist *),das Gewicht stets zur Rechten, und den zu wiegendenKörper zur Linken zu legen; es hat diefs auch den me-chanischen Vortheil, bequemer zur Hand zu stehen, dadie Auflegung der Gewichte in der Regel mit der rechtenHand geschieht. Handelt es sich darum, absolut genauzu wiegen, so wiegt man blol’s auf dem einen Arm. Derzu wiegende Körper wird auf die eine Schaale, z. B. aufdie linke, gelegt, und alsdann die Gewichte auf die rechte,bis die Waage in vollkommnein Gleichgewicht steht; al-lein statt der Gewichte kann man hierzu auch Schrotkör-ner, Spritzkupfer u. dgl. anwenden, da es sich nur um
*) Das heilst, wurde bei der Justirung mit oO Loili auf jedemArm um nicht mehr als ein 4,200,000 Th ei] vom Gewicht un-richtig befunden.