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Waage. Wägen.
und ist auf mannigfaltige Weise als ein sehr mächtigesHebewerkzeug anwendbar.
Wenn man ]eden Arm der Waage in 10 gleicheTheile eintheilt, und diese noch, halbirt, so erlangt mandadurch die. Bequemlichkeit, dafs nach dieser Eintheilung,wie auf einer Schnellwaage, kleine Gewichte auf die Armegehängt werden können, wodurch man, mit weit gerin-gerem Zeitverlust, fast genau das Gewicht der zu wägen-den Substanz erfährt, und dadurch weifs, welche Gewichtezur völligen Justirung auf die Schaale zu legen sind. Diesebeweglichen Gewichte macht man sich aus vergoldetemoder unvergoldetem Silberdrath von verschiedener Dicke,und biegt sie ungefähr wie ein fl. Sie sind leicht abzu-messen und zu justiren, wenn man sich ein größeres StückDrath abgewogen hat.“ —
Die von Gähn construirte Waage hat seitdem nocheine fernere Verbesserung bekommen, und hat dadurcheinen holten Grad von Vollkommenheit erlangt. DieseVerbesserung besteht darin, dafs die Schaalen nicht anHaken aulgehängt werden, sondern auf Scheiben von ge-schliffenem Feuerstein, die so gelafst sind, dafs sie beiRegulirung und Stellung der Waage von einem Arm ge-fafst -werden, der sie etwas über die Schneide hinaus hebtund sie w'ieder auf dieselbe Stelle zurücklegt. Dadurchwird dem Ucbelstande vorgebeugt, der durch Mangel imParallelismus der Achsen verursacht wird, dafs nämlichdie in’s Gleichgewicht gestellte Waage dasselbe wiederverliert, wenn eine der Schaalen bew r egt und dadurch dieLage des Hakens verändert wird. Dabei wird zugleichdurch diese Scheiben die Empfindlichkeit der Waage aufeine Weise vermehrt, die fast alle Erwartungen übersteigt.Fig. 29. A zeigt diese Aufhänge-Methode, und B die Ein-fassung der Feuersteinscheibe mit ihren hervorstehendenFlügeln CC, die Einschnitte haben, in die der regulirendeArm beim Aufheben untergreift. Die Regulirung derWaage werde ich hier nicht beschreiben; das Wesent-lichste dabei ist, dafs man, vermittelst eines gezahntenRades einen doppelten Arm in Bewegung setzt, der zu