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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Thermometer. Tiegel.

Ausdehnung bei beiden Metallen so groPs ist, daPs sie zu-weilen einen Bruch veranlafst, so legten sie zwischen beideeinen Streifen von Gold. Fig. 8. zeigt dieses Thermo-meter. Es besteht aus einer 27 mal gewundenen Spirale,bei ^4 an einem Arm von Messing B befestigt, der durchseine Stellung die Spirale ganz frei läfst. Sie steht senk-recht über dem Mittelpunkt des Kreises M, auf welchemdie Grade aufgezeichnet sind. Das Ende der Spirale trägteinen Zeiger, dessen kürzeres Ende d mit dem längerenund dünneren c in Gleichgewicht steht; der graduirte Kreiswird von drei kleinen Füfsen getragen. Es ist klar, dafsbei Temperatur-Aenderung die Spirale sich aus einanderoder zusammenwindet, und dadurch die Grade anzeigt.Zwischen 0° und 100° macht der Zeiger zwei Umdrehun-gen, und der Kreis hat nur 48 Grade. Dieses Thermo-meter ist viel empfindlicher als die gewöhnlichen Queck-silber-Thermometer. Bei einem Versuche, wo ein sol-ches neben das Spiral-Thermometer unter die Glockeeiner Luftpumpe bei Q-'19° gebracht und die Luft ausge-pumpt wurde, fiel das Quecksilber - Thermometer vonauf -j-17°, das Spiralthermometer aber von —J—19°auf —4°. Als die Luft wieder hineingelassen wurde,stieg es auf -j~50°, während das Quecksilber-Thermome-ter noch zu sinken fortfuhr.

Tiegel , — ein chemisches Gefäfs, worin Körper derEinwirkung sehr hoher Temperaturen ausgesetzt werden.Sie werden aus verschiedenem Material gemacht und ha-ben verschiedene Form.

1. Tiegel von Platin sind zu chemischen Versuchenganz unentbehrlich geworden, seitdem durch ihren Ge-brauch so Vieles möglich geworden ist, was früberhin un-ausführbar war. Sie werden namentlich in London, Parisund Berlin gemacht, und man erhält sie von allen drei Or-ten in gleicher Güte, seitdem man sich in Frankreich nichtmehr des Arseniks zur Vereinigung des rohen Platins be-dient. Man erhält diese Tiegel in zwei F’ormen, in Fig. 9.und 10. Taf. VII. abgebildet. Beide sind gut; indessenziehe ich Fig. 10. darum vor, weil sie sich auch gut zu