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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Pfropfen — Pipette.

Giss mit Wasser, bis das Salz losgelöst ist. Mit kausti-schen Alkalien geschieht es zuweilen, dafs die geschliffeneGlasfläche angegriffen wird, und die Pfropfen sich dadurchfestsetzen; es bleibt dann nichts Anderes übrig, als denHals abzusprengen, da es selten die Mühe lohnen möchte,den Pfropfen vermittelst eines Kupfercylinders und Schmir-gels auszuschleifen.

Bei chemischen Versuchen, besonders bei Destillatio-nen, hat man zuweilen für Glas- und Sicherheits-Böhrendurchbohrte Pfropfen nöthig, die nicht von Kork sein dür-fen. In solchen Fällen nimmt man Speckstein, Talk, Agal-matolith, Meerschaum und selbst Holz, die alle leicht mitdem Messer zu behandeln sind; die Oeffnung im Kolbenschleift man mit dem Ktipfercylinder rund, und drehtdann einen dazu passenden Pfropf von. Speckstein oderHolz, der bei einiger Sorgfalt so dicht zu machen ist, dafser selbst ohne Lutirung hält. In diesen Pfropf macht manalsdann die für die Röhren erforderlichen Löcher, undmacht die Verkittung mit Leinölkitt. In Ermangelungsolcher weicher Steinarten können solche Pfropfen auchvon dickeren Stücken von zerbrochenen Graphit-Tiegelnoder von natürlichem Graphit gemacht werden.

Phlegma , — siehe Dephiegmiren.

Phlogisliciren — bedeutete bei den älteren Che-mikern dasselbe, was Desoxydiren, oder in einen Zustandder Brennbarkeit zurückführen, ist.

Phlogiston , — eine in der Vorstellung existirendeMaterie, wodurch Stahl die Verbrennung erklärte. DieVereinigung des Phlogistons mit einem Körper machtedenselben brennbar, sein Entweichen verursachte die Ver-brennungs-Erscheinung, und nachdem es entwichen war,blieb eine Säure oder eine Erde zurück, welche letztereMetallkalk genannt wurde. Der Schwefel bestand nachdieser Theorie aus Schwefelsäure und Phlogiston, undBlei aus Bleikalk und Phlogiston.

P iedestal, — siehe U utersatz.

Pipette , — ein Instrument, dazu bestimmt, Flüssig-keiten aus einem Gefälse in ein anderes zu transportiren,ohne nöthig zu haben, das Gefäfs von der Stelle zu neh-