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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Lülhrohr.

Breite, geschnitten wird. Dieses Blech kann sehr starkerhitzt werden, weil das dünne Metall wenig Wärme auf-nimmt oder fortführt, und wenn man mit einem Maleerhitzen und oxydiren will, so lenkt man die Flammeauf die untere Seite des Bleches. Das Platin ist so wenigwärmeleitend, dafs wenn die Probe auf dem einen Endeliegt, und man das andere mit den Fingern hält, diefsnicht zu heifs wird. Man mufs nicht auf Platinblech me-tallische Stoffe im regulinischen Zustande behandeln, oderauch nicht solche, die während des Blasens reducirt wer-den können, weil das Platin sich damit verbindet, schmilztund ein Loch bekommt. Mit einiger Achtsamkeit kannman sich sehr lange desselben Bleches bedienen; sollte esbeschädigt werden, so kann man den beschädigten Theilabschneiden, und wenn durch zu viele Abschneidungendas Blech so kurz wird, dafs man es nicht mehr mit denFingern halten kann, so befestigt man es mit einer Zange.

c) Platindrath. Gähn, der den geringen Nutzeneingesehen hatte, den man von dem Gebrauche des Pla-tinlöffels hat, und nicht den Gebrauch des Platinblecheskannte, erfand eine andere Art, Platin zur Unterlage zugebrauchen, welche die vorhergehenden übertrifft, undsie in den meisten Fällen entbehrlich macht.

Ein Platindrath von 2-| Zoll Länge wird an einemEnde zu einem Oehr gebogen, wie Fig. 14. zeigt. DiefsOehr wird nun als Unterlage auf folgende Art gebraucht.Das Oehr wird mit dem Munde angefeuchtet und in dieFlüsse getaucht, welche sich daran befestigen, worauf siein der Löthrohrflamme zu einem Tropfen geschmolzenwerden, welcher an der Biegung aufgehängt bleibt. Dar-auf befeuchtet man die Probe, die sich nun an die er-starrten Flüsse befestigt und mit ihnen gemeinschaftlicherhitzt wird. Man hat nun die zusammengeschmolzeneMasse in einem solchen Zustande, dafs sie mit aller Be-quemlichkeit betrachtet werden kann, frei von dem fal-schen Farbenspiele, das sich manchmal auf der Kohlezeigt, durch die Befestigung der Kugel auf einem schwar-zen Boden.