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Lölhrohr.
sigen Luftstrom verringert, und im letztem keine gehö-rige Hitze durch ein zu schwaches Feuer bewirkt wird.Eine sehr hohe Temperatur wird erfordert, theils wennman die Schmelzbarkeit der Körper untersuchen, theilswenn man verschiedene Metalloxyde reduciren will, dieden Sauerstoff sehr fest halten, wie z. ß. Eisen und Zinn-oxyde. Aber es ist nicht nür die hohe Temperatur,welche man mit dem Gebrauche des Löthrohrs beabsich-tigt; es giebt noch andere Erscheinungen, die eine min-der starke Hitze erfordern, nämlich die Oxydation und Re-duction, welche sich leicht bewerkstelligen lassen, obgleichbeide einander entgegengesetzt sind.
Die Oxydation geschieht, wenn man die Probevor der äußersten Spitze der Löthrobrflamme erhitzt, woalle brennbaren Theile oxydirt werden. Je weiter vonder Flamme, desto besser geschieht die Oxydirung, wenndie Temperatur dabei hinlänglich hoch erhalten werdenkann, wobei man sich vorsehen mufs, dafs eine zu starkeHitze oft der Oxydirung entgegen wirkt, vorzüglich wenndie Probe auf Kohle liegt. Am schnellsten geschieht diefsbei anfangender Glühung. Die Löthrohrspitze mufs dabeiein gröfseres Loch haben.
Die Reducdon geschieht am besten mit einer feinenOeffnung, welche man auch nicht tief in die Flamme derLampe einsenken mufs, wodurch sonst eine mehr leuch-tende Flamme gebildet wird, deren Theile nicht richtigverbrannt werden, und nicht den Sauerstoff von der Probeaufnehmen, welche wie in einer brennbaren Gasart erhitztbetrachtet werden kann. Wenn sich Rufs auf die Probeabsetzt, so ist diefs ein Beweis, dafs das Feuer zu rau-chig ist, wodurch die Wirkung beim Blasen bedeutendvermindert wird. Man sah sonst die blaue Flamme fürdie eigentlich reducirende an, aber das ist falsch. Es isteigentlich der leuchtende Theil der Flamme, welcher re-ducirt; man mufs ihn so auf die Probe lenken, dafs dieFlamme von allen Seiten gleich umspielt, und dafs dabeinicht Luft zukommen kann. Ich erinnere nun noch ein-mal, dafs es die brennbare Atmosphäre ist, in welcher