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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Lüthrohr.

wird. Die einzige Unbequemlichkeit dabei ist die Müdig-keit der Muskeln des Mundes, welche aufser der Unge-wohnheit auch davon herrührt, dafs die Anfänger gewöhn-lich härter, als es nöthig ist, das Mundstück des Löthrohrsmit den Lippen einschliefsen und heftiger blasen, als es dieProbe erfordert. Uebrigens ist das Blasen so leicht underfordert so wenig Bemühung, dafs jeder, der nicht einenFehler im Gewölbe des Gaumens hat, es erlernen kann.

Wenn man einen beständigen Luftstrom unterhaltenkann, so mufs man sich üben, ein recht gutes Feuer zugeben, wenn man auf die Flamme der Lampe bläst.Hierzu wird eine Kenntnifs der Flamme und deren ein-zelnen Theile erfordert. Betrachtet man die Flamme aufeinem brennenden Lichte, so sieht man, dafs sie aus vie-len einzelnen Theilen besteht, von denen man bestimmtvier unterscheiden kann. Taf. IV. Fig. 12. stellt eineLichtflamme vor, wenn nicht darauf geblasen wird. Beider Basis derselben erscheint ein kleiner dunkelblauerTheil ac, welcher immer schmaler wird, je mehr er sichvom Dochte entfernt, und welcher ganz verschwindet, dawo die Seiten der Flamme gerade aufsteigen. Mitten inder Flamme ist ein dunkler Theil ad, welcher durchden leuchtenden Theil erscheint. Dieser Theil enthältdie vom Dochte aufsteigenden Stoffe, die noch nicht mitder Luft in Berührung gekommen sind, und daher nochnicht brennen. Um diesen ist der eigentlich leuchtendeTheil der Flamme, und an den äußersten Kanten siehtman mit einiger Aufmerksamkeit eine wenig leuchtendedünne Umgebung ce, welche gegen die Spitze der Flammebreiter wird. Diefs ist die Stelle, wo die Verbrennungder brennbaren Gasarten geschieht, und der heilseste Theilder Flamme. Führt man einen feinen Drath von Eisenoder Platin hinein, so sieht man, dafs der Drath am stärk-sten in der Spitze der Flamme glüht, senkt man aber denDrath tiefer in die Flamme, so findet man, dafs die Stelle,wo der Drath am stärksten glüht, die Punkte sind, woer in die Flamme und aus derselben geht, das heifst, da,wo er sich in der dünnen, wenig leuchtenden Umgebung