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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Lütlirolir.

Tennant’s Löthrobr bestellt aus einer geraden, cylin-drischen, oder doch höchst unbedeutend konischen Röhre,Fig. 4. ab, welche an dem einen Ende zu ist, aber einenhalben Zoll davon eine Hülse hat, worin eine schmalere,in einem Winkel gebogene Röhre d eingeschmirgelt ist,so dafs man sie, wohin man will, richten kann. Wenndas Löthrohr gebraucht werden soll, so macht die kleineRöhre einen rechten Winkel mit der gröfseren, oder beimGlasblasen einen mehr oder weniger stumpfen, und wennman es verwahren will, dreht man die kleine Röhre pa-rallel mit der grolsen, wie diefs die Figur zeigt. DasInstrument vereinigt mit einem grolsen Grade von Ein-fachheit alle Anwendbarkeit. Das Wasser, das sich durchdas Athemholen sammelt, fliefst in das zugeschlossene Endeherunter, und kommt nicht in die kleinere Röhre. Beieiner Vergleichung zwischen Gahn’s und Tennant’sLöthrohr habe ich indessen zu finden geglaubt, dafs dieMuskeln der Wangen früher mit dem letztem ermüden,weil es bei dem Blasen einen gröfsern Widerstand leistet,als ein Löthrohr mit einem Luftbehälter. Ich möchte diefsbeinahe mit dem Stofs gegen eine härtere oder losere Fe-der vergleichen. Dieser Umstand ist nicht ohne Gewicht,vorzüglich bei mineralogischen Löthrohrversuchen, bei de-nen man sich viele Stunden mit dem Löthrohr beschäftigt.

Wollaston’s Löthrohr nimmt noch weniger Raumein, als das von Tennant. Es besteht aus drei einzel-nen Theilen, Fig. 5. a, b und c, welche in einander ge-setzt werden können, so dafs sie so nur die halbe Längeund den Durchmesser eines gewöhnlichen Lötbrohrs haben.Das schmälere Ende des Stückes a ist in das weitereEnde des Stückes b eingeschmirgelt, das am andern Endegeschlossen ist, aber nicht weit von dem Ende ein Lochhat. Das Stück e hat in dem weitern Ende einen plattenBoden, ist konisch und endigt mit einer Spitze, die miteinem feinen Loche versehen ist. An zwei Seiten, näherdem weiteren Ende, ist das Stück c durchbrochen, so dafsdas schmälere Ende von b quer durchgeführt werden kann,indessen nicht rechtwinklig, sondern so, dafs das längere