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Heber. Hepatisch.
wodurch eine Art von Alembik oder gläserner, mit Helmversehener Destillirblase entstand.
Heber, Siphon, — eine gebogene Röhre, Taf. III.Fig. 14., deren einer Schenkel länger ist als der andere,und vermittelst deren man aus einem Gefäfse, ohne es zuneigen, eine geklärte Flüssigkeit von dem Bodensatz ab-läfst. Man füllt den Heber mit Wasser, verschliefst denlängeren Schenkel mit dem Finger, und taucht den kürze-ren in die Flüssigkeit. Sobald man den Finger von derOeffnung wegzieht, fliefst die Flüssigkeit aus, weil dieWassersäule in dem längeren Schenkel schwerer ist als indem kurzen, und da keine Luft eindringen und den Raumdes Ausgeflossenen einnehmen kann, so saugt die fallendeFlüssigkeit durch ihre Schwere unaufhörlich Flüssigkeit inden kurzen Schenkel hinauf, in Folge dessen dann be-ständig Flüssigkeit durch den Heber ausfiiefst, so langeder kürzere Schenkel unter ihrer Oberfläche stehen bleibt.Um zu verhindern, dafs nicht der Heber etwas von demBodensatz aufsauge, pflegt man den kürzeren Schenkelam Ende zuzublasen, und dafür eine Oeffnung an derSeite anzubringen, wie Fig. 15. a. Hierdurch wird ver-hindert, dafs nicht der Heber von unten aufsauge, wo-durch er also die Flüssigkeit weniger leicht trübt. Fernerpflegt man an den längeren Schenkel eine Saugröhre an-zusetzen, wie bc, wodurch man nicht nöLhig hat, denHeber vorher mit Wasser zu füllen; sondern man setztihn nun direct in die Flüssigkeit und saugt diese in dieHöhe, während man mit dem Finger den längeren Schen-kel verschlossen hält. Manche Chemiker pflegen häufig,selbst bei feineren Versuchen, zur Vermeidung des lang-samen Filtrirens, das Klare mit dem Heber abzuziehen.Ich ziehe das Filtriren vor, denn die Reinigung des He-bers von darin zurückgebliebenen Theilen der abgezoge-nen Flüssigkeit ist eine Möglichkeit mehr zu Verlust.
Hepatisch — sagt man von Körpern, welche Schwe-felwasserstoff oder eine alkalische Schwefelbasis enthaltenund nach faulen Eiern riechen. S, Th. I, p. 642.