Hahn. Heim.
883
mufs dicht halten, wenn er nur mit Baumöl geschmiertist; indessen hält er durch Einschmierung mit Talg, odernoch besser mit einem zusammengeschmolzenen Gemischevon 2 Th. Wachs und 1 Th. Baumöl, immer am sicher-sten. Soll ein Hahn luftdicht in eine Mutter eingeschraubtwerden, so legt man eine mit Talg, oder in einigen Fäl-len mit Wachs, durchtränkte und zum Durchgänge derSchraube rund abgeschnittene Scheibe von sämischem Le-der zwischen beide; indem man sie beim Zuschraubenzusammenprefst, wird die Verbindung luftdicht. Zu nochgröfserer Sicherheit pflegt man stets auf der, sowohldie Schraube als die Mutter begrenzenden, ebenen Flächeeinige kleine zirkelrunde Vertiefungen einzuschneiden. —Dünne Kautschuckscheiben halten vollkommen luftdicht,und bei Anwendung solcher braucht man die Schraubenicht so fest zuzuziehen. Zuweilen kommt man in denFall, bei Ueberfüllung von Gasen aus einem Gefäfse inein anderes, zwei Hähne mit einander verbinden zu müs-sen. Am leichtesten wäre diefs ausführbar, wenn jederHahn an dem einen Ende eine Schraube, und an demanderen eine Mutter hätte. Allein in gewissen Fällenwürde diefs auch unbequem sein, und darum hat manzu diesem Endzweck ein kleines Zwischenstück, Fig. 13.,an beiden Enden mit einer Mutter versehen, die durchein Loch inwendig mit einander in Gemeinschaft stehen.Die Mutter mufs so abgemessen sein, dafs sie von demSchraubensLiick gerade ausgefüllt wird, ohne einen lee-ren Baum zu lassen, aus dem sich beim Durchströmender Gase diesen Luft beimengen würde. Die auswendigeSeite der Mutter darf nicht cylindrisch, sondern mufsvierseitig sein, damit man sie mit einem dazu bestimmtenSchlüssel fassen und hinreichend stark anziehen kann.
Helm, — ein Theil vom Destillationsapparat, wovonschon beim Destilliren die Bede war. Auch von Zinnwerden die Helme verfertigt, namentlich zur Destillationvon Essig und anderen pharmaceutischen Gegenständen.Ehemals wurden auch häufig gläserne Helme gebraucht,die auf den Hals von Glaskolben dicht aufgesetzt wurden,
57 *