Glasblasen.
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der gelötheten Stelle, und oft noch eine lange Strecke da-neben. Dem zuvorzukommen, erfordert eine neue Arbeit,darin bestehend, dafs man in einer, am besten spitzen undbegrenzten Flamme einen Punkt der Löthung nach demanderen zum Schmelzen erhitzt. Sie schmilzt dadurch zu-sammen und wird platt, dem aber durch gelindes Ein-blasen abgeholfen werden kann; man schmilzt es dannwieder ein und bläst zu wiederholten Malen hinter ein-ander wieder aus, bis das Glas der Enden ganz mit ein-ander verschmolzen ist, wo man nun beim letzten Aus-blasen genau Acht gibt, dafs es nicht stärker sei, als esdie gewünschte Form verlangt. Alsdann geht man zumnächsten Stück über, wiederholt mit dem dieselbe Opera-tion, und verfährt auf diese Weise rund um mit der gan-zen Löthung. Versucht man diefs auf einmal zu machendurch Drehen des Glases, so mifsglückt diefs, indem dieForm des Glases ganz verändert wird, die sonst der nichtgeschmolzene Theil beibehält. Eine auf die angegebeneArt behandelte Löthung hält eben so gut wie das übrigeGlas.
Will man eine Kugel ausblasen, so schmilzt man dieRöhre an diesem Ende zu, und erhitzt darauf ein erfor-derlich grofses Stück davon, unter beständigem Umdrehender Röhre; nach hinlänglicher Erweichung bläst man dieKugel aus. Es gelingt besser eine regelmäfsige Kugel zuerhalten, wenn das offene Ende der Röhre zu einer fei-nen Spitze ausgezogen ist. Eine Kugel mitten auf einerRöhre auszublasen, ist sehr schwer, weil es lange Uebungerfordert, die beiden Endstücke der Röhre, in deren Mittedie Kugel geblasen werden soll, gerade gegen einanderüber zu halten, ohne sie beim Blasen weder aus einanderzu ziehen, noch sie in einander zu drücken. Wenn maneine längliche Kugel haben will, mufs man beim Blasenetwas ziehen. Da die Glasmasse der Röhre öfters nichtdick genug ist, um das zur Kugel erforderliche Glas zuliefern, drückt man das Glas unter beständigem Umdrehenim Feuer zusammen, bis man einen Wulst von hinreichen-der Glasmasse für die zu bildende Kugel hat.