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Glasblasen.
durch die Moderation von Hitze, die man durch stärkeresoder schwächeres Blasen hervorbringen kann, mehr Herrseiner Arbeit ist.
Das Glas zu diesen Arbeiten muls stets in Form vonRöhren sein; allein die Beschaffenheit dieser Glasröhrenist keineswegs gleichgültig. Inwendig müssen sie vollkom-men rein, frei von Staub und Feuchtigkeit sein. Niemalsdarf man daher in Glasröhren mit dem Munde blasen,da sie dadurch inwendig feucht werden, und alsdann nurnach völligem Austrocknen wieder brauchbar sind; denndie geringste Feuchtigkeit in einer Röhre, die man vorder Glasbläser-Lampe behandelt, kann Ursache sein, dafssie zersprengt wird. Die Beschaffenheit des Glases hatauf die Leichtigkeit seiner Bearbeitung vor der Lampeeinen wesentlichen Einflufs. Manches Glas ist schwerflüs-sig, ungleichförmig, so dafs sich gewisse Theile leichterals andere ausdehnen, u. s. w.; solches taugt durchausnichts. Das in Frankreich zu Glasröhren angewandte Glasist sehr leicht schmelzbar und enthält kein Blei. Es eig-net sich vortrefflich zu Apparaten, die nicht der Glüh-hitze ausgesetzt werden, und widersteht den Säuren sehrgut. Indessen mufs man auch mit Röhren von sehr schwerschmelzbarem Glase versehen sein, zur Verfertigung solcherApparate, worin Substanzen in der Glühhitze einem Stromvon irgend einem Gas ausgesetzt werden sollen, wobei esnothwendig ist, dafs sich das Glas weder ausblase, nochdurch die Schwere der einliegenden Substanz seino Formverändere. Man mufs zu chemischem Behuf eine bedeu-tende Menge von Glasröhren vorräthig haben, sowohlvon verschiedenem inneren Durchmesser, als verschiedenerDicke des Glases. Oft braucht man Röhren von dünnemGlas, und in anderen Fällen wieder, besonders wenn manGlasröhren biegen will, Röhren von dickem Glas; denndie dünnen bilden gewöhnlich eine Falte in der Biegungund halten dann nicht. — Bleihaltige Glasröhren mufs manganz zu vermeiden suchen.
Die Arbeiten, die im Allgemeinen zu chemischen End-zwecken als Gegenstände vor der Glasbläser-Lampe vor-