Gewichte. Glasblasen.
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sehr leicht. Das Gewicht der Flasche ist bekannt, unddas spec. Gewicht des Glases ebenfalls. Auch das Gewichtdes Wassers ist durch Wägung gefunden. Man dividirtnun das Gewicht der leeren Flasche mit der Zahl, welchedas specifische Gewicht des Glases ausdrückt, und erfährtnun dadurch, wie viel ein, dem Volumen des Glases gleichgrofses Volumen Wasser wiegt, welches man zu dem Ge-wicht des Wassers addirt; aber das Wasser wiegt in derLuft bei 0 ln ,76 Druck und 0° Temperatur weniger alsim luftleeren Raume; diefs berechnet man dann auf dieTemperatur, welche die Luft hat (s. d. Artik.: Messen),und das Gewicht der Luft mufs nun von dem gefunde-nen Gewicht, sowohl des Wassers als der anderen Flüs-sigkeit, abgezogen werden, ehe die vorher angeführte Ana-logie ein richtiges Resultat bei der Ausrechnung gibt. —Eben so macht man beim Wägen fester Körper den Feh-ler, dafs das Gewicht derselben beim Wägen in der Luftum so viel zu leicht ausfällt, als ein dem ihrigen gleichgrofses Volumen Luft wiegt; allein wenn man, nachdemman weifs, was ein gleiches Volumen Wasser wiegt,davon zu dem Gewicht des festen Körpers hinzulegt, sofällt diefs gewöhnlich auf so entfernte Decimalstellen, wiesie in der Regel nicht in Betracht gezogen werden.
Gewichte, — siehe Waage.
Glasblasen. — Für den, welcher sich mit chemi-schen Untersuchungen beschäftigt, ist es unentbehrlichesErfordernifs, Glas vor der Lampe behandeln zu können,Glasröhren in mancherlei Formen zu biegen, Kugeln da-von zu blasen u. s. w. Wiewohl diese Kunst eigentlichin Handgeschicklichkeit besteht, die sich erst durch Uebungerwerben läfst, so werde ich doch einige Worte über die.allgemeinen Handgriffe dabei angeben. Es kommen vor-züglich drei Gegenstände dabei in Betracht: die Lampe,das Gebläse und das Glas.
Die Lampe wird von verzinntem Eisenblech und vonder Form wie Fig. 6. Taf. III. gemacht, vorne schmal undhinten breiter, um mehr Oel fassen zu können. Der Dochtwird von Baumwollengarn und sehr dick gemacht; die