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Filtriren.
formirt, und dafs sein Rand dicht am Glase anliegt. —3) Mufs das Filtrum mit reinem Wasser benetzt werden,bevor man das zu Filtrirende aufgiefst; denn wird sogleichdie trübe Flüssigkeit auf das Filtrirpapier gegossen, sozieht es die Flüssigkeit mit solcher Heftigkeit ein, dafsetwas von der Trübung in die Poren eindringt und dasFiltriren sichtlich verlangsamt. Ueberdiefs läfst sich dasfeuchte Filtrum besser als das trockne in den Trichtereinpassen und eindrücken. — 4) Wenn das Gefäls, wel-ches die zu filtrirende Flüssigkeit enthält, sehr voll ist, sokann man sie nicht sicher ohne Verlust ausgiefsen. Als-dann schöpft man, vermittelst eines Platinlöffels, so vielvon der Flüssigkeit auf das Filtrum, bis sich ihr Standhinlänglich im Gefäfse gesenkt hat, um ausgegossen wer-den zu können, worauf man den Platinlöifel mit derSpritzflasche abwäscht. — 5) Wenn eine der ersten Por-tionen durchgelaufen ist und das Filtrum ganz leer gelas-sen hat, so richtet man, wenn neue Flüssigkeit aufgegos-sen wird, den einfallenden Flüssigkeits-Strahl gegen dieSeite des Filtrums; denn fällt er mitten in die Spitze, sowird mit vieler Heftigkeit ein Tropfen weit aus dem Fil-trum geworfen, und nimmt dabei etwas von dem auf demBoden des Filtrums liegenden Niederschlag mit. ManchesMal habe ich mir früher, wenn ich diese Vorsicht vergafs,durch dieses Spritzen schon weit vorgeschrittene analyti-sche Untersuchungen verdorben und mufste sie darum vonNeuem anfangen. Hat sich einmal so viel Niederschlag aufdem Filtrum gesammelt, dafs sein Boden gerundet ist, so fin-det diefs nicht mehr statt. — 6) Nachdem alles vom Nieder-schlag, was sich durch Abspülen und mit Hülfe der Spritz-flasche herausbekommen liefs, auf das Filtrum gebrachtist, bleibt gewöhnlich noch etwas auf dem Boden undauf den Seiten des Glases zurück, was sich nicht abspü-len läfst. Diei's bringt man mit Hülfe einer Feder ab, ander man nur an der äußersten Spitze die Fahne gelassenhat. Ich nehme hierzu Schwanenfedern, die sich vor allenübrigen gut dazu eignen, sowohl durch die Dichtheit derFahne, als die Stärke des Kiels. Man hat indessen zu