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Filtriren.
Ein graues Löschpapier, wie man es sonst in denApotheken brauchte, darf in dem Laboratorium eines Che-mikers noch weniger Vorkommen, weil alles, was manauf einem solchen Filtrum sammelt, durch lange Haare,lose Wollefasern u. dergl. verunreinigt wird.
Zu gröfseren Filtrirungen nimmt man ein gut aus-gelangtes und hernach in reinem Wasser ausgewaschenesLeinentuch, und man sieht nicht so sehr darauf, ob dasDurchlaufende etwas unklar werde, was man hernachleicht wieder durch Filtriren durch Papier oder freiwil-liges Klären gut machen kann. Diese Art zu Filtrirenwird besonders für die kaustischen Alkalien, bei der Be-reitung der Phosphorsäure aus Knochenerde u. dergl. an-gewendet. Es ist zu erinnern, dafs gleich nach dem Fil-triren das Leinentuch in reinem Wasser ausgewaschen wer-den mufs, damit es nicht durch das Alkali oder die Säurespröde werde. Man befestigt das Leinentuch auf einemviereckigen hölzernen Rahmen, der mit mehreren scharfenHaken versehen ist, auf welchen das Tuch festgehakt wird.Ein solcher Rahmen wird Tenahel genannt.
Zu vielen anderen Filtrirungen bedient man sich eineswollenen Tuchs, z. B. von Flanell oder von Hutfilz, undletzteren zu einem spitzen Sack, einem sogenannten Spitz-beutel geformt, wie er das Material für die Hüte bei denHutmachern bildet. Im Allgemeinen läfst es sich durchHutfilz leicht fdtriren, und was hindurchläuft, ist klar.Zu Alkalien ist er nicht anwendbar, da die Wolle davonangegriffen wird. Auch diese Spitzbeutel werden in, fürihre Grölse passende Tenakel befestigt.
Hat man scharfe Säuren oder stark concentrirte alka-lische Lösungen zu fdtriren, was man jedoch stets zu ver-meiden suchen mufs, so geschieht diefs durch reinen Sandoder gestofsenes Glas, womit man den Trichter anfüllt,nachdem man zu unterst einige gröfsere Glasstücke gelegthat, damit es nicht durch den Hals herausfalle. Auf dasgrobe Glaspulver wird die zu filtrirende Flüssigkeit gegos-sen, die alsdann gewöhnlich klar hindurchläuft.
b) Trichter. Papierfdtra werden in Trichter von