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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Deslilliren.

Beziehung vortheilhaft wäre. Berard erlangte diesenEndzweck folgendermaßen: Die Dämpfe ans dem Helm

werden von einem Kühlfafs aufgenommen, dessen Principich durch Fig. 7. am besten klar zu machen glaube; Ahstellt ein Parallelepipedum von Kupferblech vor, in wel-ches bei A die Dämpfe ein-, und bei B ausgehen. ZurVerlängerung ihres Durchgangs ist der Raum durch Schei-dewände so geLheilt, dafs je die zweite Scheidewand dieDämpfe oben, und je die zweite dieselben unten hindurchläfst, dafs also die Dämpfe in der Richtung der Pfeile inder Figur gehen. Dieser Kühlapparat steht in einem Fafs,umgeben mit Wasser von -f-80° bis 82°. Die dem Spi-ritus folgenden Wasserdämpfe werden hier condensirt; al-lein da sich das Wasser an den unten befestigten Scheide-wänden ansammeln und den Apparat bald anfüllen würde,so hat eine jede derselben ein kleines Loch, durch wel-ches dasselbe bis an die letzte Wand abfliefst, um daselbstvon der Röhre CD aufgenommen zu werden, von wel-cher es wiederum in den Kessel unter die Oberfläche derdarin kochenden Flüssigkeit zurückgeführt wird. DiesesWasser ist nämlich nicht ganz frei von Spiritus, und gibtdiesen alsdann wieder ab, so wie es in den Kessel kommt.Die aus B tretenden Dämpfe werden in einem gewöhn-lichen Kühlapparat condensirt, und geben einen Spiritusvon ungefähr 0,86 spec. Gewicht.

Zu kleineren Destillationen gebrauchte man ehemalseine, auf dem Helm selbst angebrachte Kühlanstalt. Einsolcher Helm wurde ein Mohrenkopf genannt. F'ig. 8.stellt einen solchen vor; er ist eigentlich weiter nichtsals ein Helm, der auf dem Boden eines kupfernen Eimerssitzt, in den man kaltes Wasser giefst, und das man sooft erneuert, als es warm wird.

Bei Destillationen von Spiritus pflegt man denselbengewöhnlich durch die Piöhrenmündung des Kühlapparatsvermittelst eines offenen Trichters in ein darunter stehen-des Gefäfs laufen zu lassen. Hierbei mufs natürlicherweiseviel Spiritus verdunsten. Da man aber das Gefäfs nichtluftdicht an die Röhre des Kühlapparats anlutiren darf,*o ist es am besten, sich ein besonderes gebogenes Rohr