Destilliren.
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der Kühlapparat selbst gemacht werden kann. Das Wasserwird alsdann durch ein an der Seite verlaufendes, amBoden des Fasses sich öffnendes Rohr geleitet, steigt vondem Kühlapparat allmählig erwärmt in die Höhe, undfliefst durch eine am Kühlfafs angebrachte Röhre warmaus. Durch den Hahn, aus dem das Wasser aus einemhöher stehenden hölzernen Reservoir in das Kühlfafs fliefst,kann man diefs stärker oder schwächer geschehen lassen,je nachdem es die Abkühlung bei der Destillation erfor-dert. Ich halte diese Verbesserung für eine der bestenunter den bis jetzt bekannten Küblgeräthscbaften. Fig. 6.zeigt eine der besten Constructionen nach diesem Prin-cip, so wie man sie in Stockholm verfertigt. ATiCDist ein grofser kupferner Cylinder, FFGI1 ein kleinerer,welche oben und unten durch cirkelförmige Kupferstreifenmit einander verbunden sind, so dafs der Raum zwischenbeiden mit Wasser vollgefüllt werden kann; der mittelsteTheil JEFGII ist dagegen unten und oben offen. In die-sen cylindrischen Raum wird der Kühlapparat MF ge-stellt; durch die mit dem Trichter versehene Röhre wirddas kalte Wasser zugelassen, und durch K fliefst es wiederaus. Bei M treten die Dämpfe ein, und durch L fliefstdie condensirte Flüssigkeit aus.
Das Angeführte gilt von den Kühlgeräthschaften imAllgemeinen; für die Condensirung von Spiritus insbeson-dere hat man in neuerer Zeit mehrere Abänderungen er-funden, unter denen die vom Franzosen Isaac Berardeine der einfachsten und dem Zwecke entsprechendsten ist.Sie gründet sich darauf, dafs Spiritus bei einer Tempera-tur dampfförmig bleibt, wobei Wasser condensirt wird,d. h. zwischen -j-80° und 100°. Würde man demnach beieiner Branntweindestillation 2 Kühlfässer anwenden, vondenen das erste nur bis -j-S0° oder etwas darüber abkühlte,so würden darin blofs Wasserdämpfe und nicht Spirituscondensirt werden, welcher letztere dampfförmig bis indas nächste Kühlfafs gehen, und sich erst hier conden-siren würde; man würde also hierdurch zu gleicher Zeitbrennen und recliliciren oder läutern, was in mehrfacher
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