784
Analyse.
Gewicht des Iridiumoxyds zu bekommen, welches mannun von dem noch übrigen Gewicht des Platins abzieht.Das Platin aus seinen Lösungen zu reduciren und seinGewicht zu bestimmen, würde die Operationen nur ver-längern, ohne die Genauigkeit zu erhöhen.
13. Behandlung der weingeistigen Flüssigkeit. Mangiefst diese Flüssigkeit in eine Flasche mit eingeriebenemStöpsel, und leitet Schwefelwasserstoffgas in dieselbe, bissie damit gesättigt ist. Man verschliefst alsdann die Fla-sche, und läfst sie 12 Stunden lang an einem warmenOrte stehen, worauf alle Schwefelmetalle niedergeschla-gen sein werden. Zuweilen ist dann die Flüssigkeit roth,entweder von Rhodium oder von Iridium-Sescjuichlorid.Die Flüssigkeit wird filtrirt und der Alkohol abgedunstet,wobei sich noch mehr Schwefelmetall absetzt, welchesman dem vorher erhaltenen hinzufüet. Es besteht aus
O
Schwefeliridium, Schwefelrhodium, Schwefelpalladium undSchwefelkupfer, während die durchgegangene FlüssigkeitEisen, ein wenig Iridium und Rhodium, nebst einer Spurvon Mangan enthält. Bei der Verdunstung des Alkoholssetzt sich in dem Gefäfse ein gleichsam fettes, übelrie-chendes Schwefelmetall ab, welches man nicht fortspülenkann. Nachdem die Lösung gänzlich von demselben ab-gespült worden ist, giefst man etwas kaustisches Ammo-niak in die Schaale, wodurch es losgespült wird. DieLösung wird nun in einen Platintiegel gegossen und zurTrockne verdunstet; dann legt man die feuchten Schwe-felmetalle darauf, trocknet und röstet sie im Tiegel,so lange noch etwas schweflichte Säure gebildet wird.Nach beendigter Röstung übergiefst man die Masse mitconcentrirter Salzsäure, welche sich grün oder gelblich-grün färbt, indem sie basisches schwefelsaures Kupferoxydund basisches schwefelsaures Palladiumoxyd auflöst. Rho-dium- und Iridium-Oxyd, nebst etwas Platin, bleiben un-gelöst.
Die Lösung in Salzsäure wird mit Chlorkalium undSalpetersäure versetzt, und darauf zur Trockne verdun-stet; man bekommt dadurch eine dunkle Salzmasse, wel-che