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Analyse.
daß man sie ahnet, gemacht werden; und die Ausübungder analytischen Chemie war, hinsichtlich ihres quantita-tiven Theiles, mehr ein schwieriges und unsicheres Hand-werk, als eine, zu aufklärenden Begriffen führende, wahrewissenschaftliche Untersuchung. Nachdem die chemischenProportionen und die Gesetze für die Quantitäten, in wel-chen sich die Körper vorzugsweise verbinden, bekannt zuwerden anfingen, bekam die quantitative Analyse einenbesonderen Werth, und wurde das Mittel, auch höhereTheile der Theorie der Wissenschaft zu erforschen undzu bestätigen. Aber zur Gewinnung richtiger Resultategehört die Kunst, das Mechanische dabei gut ausführenzu können, und diese Kunst wird nur durch lange Uebunggewonnen, die aufserdem von einer natürlichen Anlage un-terstützt werden mufs, ohne welche man in der genauenAnalyse nicht weit gehen kann.
Anfänger in der Chemie müssen daher nicht versäu-men, sich in quantitativen Analysen zu üben; denn ob-gleich die quantitative Bestimmung gewifs in nichts An-\ derem als rein mechanischer Handarbeit besteht, so hatman doch zu bedenken, dafs, ehe man sich zu dieserHandarbeit eingeübt hat, man nicht fähig ist, in den hö-heren Theilen der Wissenschaft einen genauen Versuchanzustellen. Man mufs eine solche Gewohnheit haben,genau zu wiegen, aus einem Gefäfse in ein anderes zugiefsen, ohne etwas zu verlieren, und ohne den letztenTropfen über den Rand auf die äufsere Seite des Gla-ses fliefsen zu lassen, und so viele kleine Umstände beob-achten, deren Versäumen oft eine sorgfältige Arbeit vonmehreren Wochen vernichtet, dafs keine Zerstreuung, keinunvorhergesehener Umstand das Resultat verdirbt. Bevordiese Gewohnheit erworben ist, hat man oft den Verdrufsgehabt, durch Nachläfsigkeit oder Unbedachtsamkeit sei-nen Versuch zu verderben. Man mufs dabei immer alsGrundsatz annehmen, einen solchen mifslungenen Versuchsogleich wieder von vorne anzufangen, ohne mit einerwahrscheinlichen Correction das Resultat verbessern zuwollen; denn so unangenehm auch eine solche Wieder-