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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
Entstehung
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kali nicht zerlegen, sondern können nur durch Glühen mitkaustischem Alkali aufgeschlossen werden. Hierher gehö-ren alle diejenigen, welche Zirkonerde, Tantalsäure oderZinnoxyd enthalten, und sie sind um so schwerer zu zer-legen, je mehr sie von diesen Stoffen enthalten. In die-sem Fall mufs man einen Tiegel von Silber anwenden;das gewogene Steinpulver wird zuerst eingelegt und dannmit dem 4- bis 6 fachen seines Gewichts Kaiibydrat ge-mengt. Diese Operation erfordert viele Vorsicht, weildas Kalihydrat leicht schmilzt, und das Entweichen desWassers ein heftiges Kochen und Umherspritzen verur-sacht, wodurch Theile der geschmolzenen Masse leichtherausgeworfen werden. Der Tiegel mufs daher tief undmit einem nach Innen convexgebogenen Deckel bedecktsein. Das Glühen geschieht am besten über der Argand-schen Spirituslampe, die eine hinreichende Hitze gibt, unddiese besser regiert werden kann, man auch nicht dasSchmelzen des Tiegels durch zu hohe Temperatur zu be-fürchten hat. Nachdem das Kochen aufgehört hat, wirddie Hitze bis zum Glühen erhöht, womit man wenigstenseine Stunde fortfährt. Aulserdem verweise ich hierbeinoch auf eine bei der Zirkonerde im I. Th. p. 839. an-geführte Methode, die Zirkone mit kaustischem Kali auf-zuschliefsen.

Nach beendigtem Glühen wird der Tiegel abgekühlt,und die Masse in verdünnter Chlorwasserstoffsäure aufge-löst. Diefs bewerkstelligt man am besten so, dafs mandie Masse aus dem Tiegel herausnimmt, was, wenn mankohlensaures Kali angewendet hat, sehr leicht geht. Mankehrt den Tiegel über einem passenden gläsernen Gefäfseum, und durch wiederholtes gelindes Zusammendrückender Wände des Tiegels, was jedoch die Federkraft desMetalls nicht übersteigen darf, löst sich die Masse baldab und fällt in’s Glas. Das noch im Tiegel festsitzendewird mit verdünnter Chlorwasserstoffsäure abgelöst undzu der im Glase befindlichen Salzmasse gegossen. Siewird hier mit Wasser übergossen, und das Gefäfs miteinem nach Innen gebogenen, uhrglasähnlichen Glase be-