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4,2 (1831) Chemische Operationen und Geräthschaften, nebst Erklärung chemischer Kunstwörter in alphabetischer Ordnung
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Analyse.

Die zu Untersuchungen vorkommenden Stoffe bestehenin Verbindungen oxydirter oder brennbarer Körper. Ichwerde die Analyse der oxydirten Körper zuerst abhandeln,weil die brennbaren, um getrennt werden zu können,durch die analytische Operation oxydirt werden müssen.Die in Säuren aufzulösenden Stoffe werden in den Ge-fäfsen, worin diefs geschehen soll, abgewogen, weil dasAusschütten eines trockenen Pulvers aus dem einen Ge-fäße in ein anderes selten ohne Verlust möglich ist. Siewerden darauf mit der Säure übergossen. Einige Stoffe,die sich vor dem Glühen in Säuren leicht auflösen las-sen, verlieren bei dem Glühen diese Eigenschaft, z. B.die meisten wasserhaltigen Bi- und Tri-Silicate von Kalk-und Thonerde; von diesen wendet man zur Bestimmungdes Wassergehalts einen eigenen Theil, und einen ande-ren zur Auflösung in Säure an.

Die Aufschließung der auf nassem Wege unauflösli-chen Stoffe durch Brennen wird folgendermaßen bewerk-stelliget: Das feingeriebene Steinpulver wird in einem

Platintiegel mit feingeriebenem kohlensauren Kali vermit-telst einer an den Enden abgerundeten gläsernen Röhregenau vermischt; nachdem diel’s gehörig geschehen (wozueine ziemlich lange Zeit nöthig ist), streicht man die glä-serne Röhre in einer kleinen Menge gepulverten kohlen-sauren Kali’s ab, welches darauf in den Tiegel gelegtwird. Verschiedene Körper erfordern verschiedene Quan-titäten Alkali’s; man nimmt gewöhnlich das 3- bis öfachedes Gewichts vom Steinpulver. Die trockene Masse setztman, in dem mit seinem Deckel versehenen Platintiegel,einer anfangs gelinden Hitze aus, die nachher bis zumSchmelzen der Masse geht, im Fall sie geschmolzen wer-den kann. Wenn man sie zu schnell schmilzt, so geräthsie durch das Entweichen des kohlensauren Gases in Ko-chen, es spritzen Theile davon umher, und gehen zwi-schen dem Deckel und dem Tiegel heraus. Die Probemuß dann wiederholt werden. Ein einstündiges, anhal-tendes Glühen ist öfters mehr als hinreichend.

Mehrere Mineralien lassen sich vom kohlensauren Al-