Alchemie.
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nifsvolles tingirendes Flufspulver aus; oder man liefs den,der betrogen werden sollte, in die schmelzende Masse einStück Silber werfen. Das Silber schlug dann das Gold ausdieser Verbindung nieder, und man erhielt, nach noch et-was fortgesetztem Schmelzen, einen Goldregulus und eineSchlacke, die Schwefelsilber enthielt. Wendete man dage-gen das Pulver an, so wurde das Silber zuerst geschmol-zen, und dann mit seinem doppelten Gewicht Pulver über-schüttet, wodurch man dann ebenfalls einen Goldregulusbekam. Auch löste man das goldhaltige Schwefelnatriumauf, und nannte diese Auflösung Gradirwasser; wenn manin dieselbe Silber legte, so schlug sich das Gold auf seineOberfläche nieder, und sah nun aus, als wäre es in Goldverwandelt.
Die Veredelung des Quecksilbers geschah auf mehr-fache Weise; entweder wurde heimlich und geschickt einGoldamalgam hineingebracht, oder es wurde mit einerKarte, zwischen deren Blättern Goldoxyd lag, oder auchmit Papier umgerührt, welches mit einer stark mit Gold-oxyd gemengten Dinte beschrieben war, oder welches,nach dem Schreiben, mit einem goldhaltigen Streusandbestreut wurde. Wenn nun das Quecksilber über Feuerkam, und das Papier verbrannte, so wurde das Goldamalgamirt und blieb nach dem Wegrauchen des Queck-silbers mit metallischem Ansehen zurück. Daniel vonSiebenbürgen bereitete ein pulverförmiges Goldpräpa-rat, welches er in Italien in vielen Apotheken als einUniversalheilmittel, unter dem Namen Usufur, verkaufenliefs. Er verschrieb es unter anderen Substanzen, die erseinen Patienten aus der Apotheke holen liefs, und wor-aus er ihnen dann die Arznei zubereitete, ohne aber dasGoldpräparat zuzusetzen, welches er für sich behielt. Nach-dem es ziemlich bekannt geworden war, erbot er sich,dem Herzog Cosinus I. in Florenz Gold machen zu leh-ren, und liefs den Herzog selbst Usufur aus der Apothekenehmen, womit der Versuch auch gelang. Der Herzog,welcher auch für sich heimlicherweise die Angabe Da-niels richtig befunden hatte, bezahlte die Entdeckung mitIV. 47