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Abdampfen.
sam in’s Kochen geräih und herumgespritzt wird. Manhört daher, wenn das Barometer der Luftpumpe 2 bis2-1 Zoll Druck zeigt, mit dem Auspumpen auf, und läfstdie Flüssigkeit etwa £ Stunde lang so stehen. Daraufvermindert man den Druck noch um einen Zoll, läfst ihndann wieder so £ bis £ Stunde, und macht endlich einso vollkommnes Vacuum, als sich mit der Luftpumpe ma-chen läfst. — Um die Luftpumpe nicht durch eine ein-zige Abdampfung in Beschlag zu nehmen, wende ich eben-geschliffene Scheiben von dickem Spiegelglas an, auf wel-che die mit einem ebengeschliffenen Rande und oben miteinem Hahne versehenen Glocken gestellt werden. Durchden Hahn, der vermittelst einer biegsamen Röhre mit derLuftpumpe in Verbindung gesetzt wird (siehe d. Art. Röh-ren, biegsame), pumpt man die Luft aus. Hierauf wirdder- Hahn zugeschraubt, die biegsame Röhre abgenommenund der Apparat, wohin man will, gestellt. Um dasDichthalten des Hahnes zu prüfen, stellt man mit der ab-zudampfenden Substanz ein kleines, unter dem Artikel Ba-rometer beschriebenes, Barometer unter die Glocke. —2) Ohne Auspumpung der Luft geschieht die Verdun-stung ganz auf dieselbe Art, und dazu braucht man nichteinmal ebengeschliffene Scheiben oder geschliffene Glok-ken. Man stellt die Glocke auf lackirtes Holz oder einePorzellanschaale mit ebenem Boden u. dergl., und auchhier geht die Verdunstung über Schwefelsäure rascher vorsich, als in offener Luft. Eine solche Vorrichtung nenntman Exsicator. Wenn man im luftleeren Raum wegender zu starken Verdunstung selten Krystalle bekommt, soerhält man sie doch im Exsicator ganz leicht. 3) MitHülfe von Wärme dunstet man im verschlossenen Raumgewöhnlich nur in der Absicht ab, um den Einflufs derLuft auszuschliefsen, ohne ihren Druck zu verhüten. DieseVerdunstung ist eine Art von Destillation, wobei man ei-nen Strom von einer anderen Gasart, gewöhnlich vonWasserstoffgas, seltener von Kohlensäuregas, anwendet.Die Flüssigkeit ist dabei in einer tubulirten Retorte, B.Fig. 7., mit einer angekitteten und ebenfalls tubulirten