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4,1 (1831) Lehrbuch der Thier-Chemie
Entstehung
Seite
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Leim.

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man ihn besonders im südlichen Europa, jedoch mit un-sicherem Erfolg, als Hülfsmittel gegen intermittirende Fie-ber gebraucht.

Veränderung des Leims durch langes Kochen. Eineder schwierigeren Aufgaben in der organischen Chemieist die richtige Kenntnifs solcher Veränderungen in orga-nischen Stoffen, wobei ohne Dazwischenkunft eines ande-ren Reagens, ohne eintretende Gasentwickelung oder Bil-dung eines Niederschlags, ein in Wasser aufgelöster Stoffallmählig in mehrere, ebenfalls lösliche Materien verwan-delt wird, und wobei es ein blofser Zufall des Glücks ist,wenn der Chemiker Mittel zur Trennung dieser neuge-bildeten Stoffe von einander, und von dem noch unverän-derten, auffindet. Hiervon bietet der Leim ein Beispiel dar.Eine klare gelatinirte Masse von Hausenblasen-Leim, enthal-ten in einer luftdicht verschlossenen und bis zu i angefüll-ten flasche, wurde 6 Tage hindurch jeden Tag 10 Stun-den lang zu ungefährj SO 0 erwärmt und jedesmal wie-der 14 Stunden lang kalt stehen gelassen. Jeden Tag wurdesie nach dem Gelatiniren weniger fest, färbte sich und ge-stand nacli dem 6ten Tage gar nicht mehr. Sie war nun

klar aber schwach bräunlich. Beim öffnen der Flasche drang

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etwas Luft hinein. Beim Verdunsten hinterliefs diese Flüs-sigkeit eine klare, etwas bräunliche Masse, die sich ohnevorhergegangene Aufweichung, vollkommen wie Gummi,in kaltem Wasser auflöste.

L. Gmelin schlol's eine Lösung von Hausenblase ineine zugeschmolzene Glasröhre ein, und legte diese in einenDestillirkessel, worin Wasser täglich 8 Stunden lang imKochen erhalten wurde. Nach S Wochen wurde die Röhreherausgenommen und geöffnet. Die Flüssigkeit war gelb,wie ursprünglich, und gelatinirte nicht, selbst nicht nachstärkerer Concentration. Nach dem Eintrocknen hinterliefssie eine hellbraune, durchsichtige, feste Masse, die in derLuft erweichte und Terpenthin-Consistenz annahm. Was-serfreier Alkohol zog daraus eine braune, zerfliefsliche,extractartige Materie aus, die nicht mehr bemerkenswerthvon Chlor gefällt wurde, aber mit Zinn-, Blei-, Queck-